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FCP: Kooperation mit TaF Glonntal

Pipinsried - Am Montagabend teilte der Regionalligist FC Pipinsried per Pressemitteilung eine Kooperation mit dem Jugendfußballverein TaF Glonntal mit, einer JFG der beiden Kreisligisten TSV Indersdorf und SpVgg Erdweg (beide Landkreis Dachau); "TaF" steht für "Talentförderverein".

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Die Glonntaler A- und B-Jugend werde künftig als "FC Pipinsried" auflaufen, erläuterte FCP-Manager Roman Plesche vorab unserer Zeitung. Der Bayerische Fußballverband (BFV) verlangt von einem Regionalligaverein, dass er über wenigstens drei Jugendmannschaften verfügt. "Davon mindestens je eine eigenständige A- und B- Juniorenmannschaft", wie es in der aktuellen BFV-Spielordnung heißt. G- bis E-Nachwuchsteams zählen nicht dazu. Ein Viertligist, der diese Auflagen nicht erfüllt, wird vom Verband kräftig zur Kasse gebeten: 3000 Euro werden in der ersten Saison fällig, 6000 Euro in der zweiten und sogar 12 000 Euro in jeder weiteren Saison.
Der FCP ist bis dato in der C- bis A-Jugend jedoch nur mit Spielgemeinschaften vertreten, die er mit den Nachbarvereinen TSV Altomünster, FC Tandern und TSV Hilgertshausen gebildet hat. Derartige Spielgemeinschaften werden vom BFV indes nicht anerkannt.
Deswegen liefen beim Dorfklub die Drähte heiß, seitdem feststand, dass die Hürzeler-Truppe den Regionalliga-Verbleib geschafft hatte. Dass die bisherigen SG-Partner kein Interesse hatten, die Identität ihrer Nachwuchsarbeit den Bedürfnissen des Viertligisten unterzuordnen, war seit längerer Zeit klar. Der neue FCP-Vizepräsident Martin Schmidl war es, der den Kontakt zu den Glonntalern knüpfte. Schmidls Söhne wurden bei den Glonntalern ausgebildet, der ehemalige Hilgertshausener und Jetzendorfer Spielertrainer hatte dort mehrfach als Coach ausgeholfen. Die TaF-Teams kickten in der abgelaufenen Saison zumeist in der Kreisliga, dem U 17-Team gelang der Sprung in die Bezirksoberliga.
Von den Pipinsrieder Zwängen ist in der Pressemitteilung freilich nichts zu lesen, vielmehr wird als Ziel "mehr Spieler aus der Region" ausgegeben oder das Interesse der Jungtalente bei der Umsetzung "attraktiver Karrierepläne" zu bedienen. "Das Wichtigste ist in jedem Fall, schon ab der B-Jugend die ersten Kontakte zwischen Spielern und Zielverein zu knüpfen", sagt FCP-Vize Schmidl.
Doch wie die Kooperation zwischen der JFG und dem Regionalligisten im Detail ausgestaltet wird, bleibt offen. Ebenso, wie der BFV zu dem Vorhaben steht.

Von Horst Kramer


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Veröffentlicht am 19.06.2018 23:00 Uhr




 

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