Fußball    

FCP angelt sich Top-Torjäger Knecht

Pipinsried - Es ist wohl der Königstransfer für die Pipinsrieder Offensive, die Manager Roman Plesche gestern bestätigte: "Marian Knecht hat für zwei Spielzeiten bei uns unterschrieben." Knecht wurde in den vergangenen Wochen von praktisch allen ambitionierten Regionalliga- und Bayernligaklubs aus dem Großraum München umworben. "Er ist ein richtiger Kracher", freut sich Plesche.


Knechts Leistungsbilanz erklärt warum. Der 26-Jährige hat bislang in der laufenden Spielzeit 25 Treffer in 31 Einsätzen erzielt, dazu vier weitere Tore vorbereitet - einer der besten Werte in der vierten und fünften Liga. Knecht hat in der Bayernliga Süd getroffen, nicht bei einem Spitzenklub, sondern beim Tabellenfünfzehnten BCF Wolfratshausen.
Am Sturm lag es nicht, dass die Farcheter nun in der Relegation nachsitzen müssen. Im Gegenteil: Mit dem Routinier Angelo Haug (14 Tore/7 Vorlagen) und dem Vorbereiter Jona Lehr (1/14) hatte Knecht ideale Partner zur Seite gehabt.
Im vergangenen Jahr hätte Knecht mit 24 Treffern den TSV Jetzendorf fast in die Landesliga geschossen - wäre ihm nicht im Relegations-Hinspiel der Jetzendorfer beim TSV Neuried der Gaul durchgegangen: Nach einer guten halben Stunde beging er an der Mittellinie ein ziemlich "dämliches Foul" (so sein damaliger Coach Tarik Sarisakal) und flog vom Platz. Die Ilmtaler verloren beide Spiele knapp.
Knecht hat sich im Laufe der Zeit den Ruf eines genialen, gleichwohl unberechenbaren Goalgetters erworben. Auch in den zweieinhalb Jahren zuvor, beim damaligen Südwest-Landesligisten SC Fürstenfeldbruck, schwankte Knecht zwischen Genie und Wahnsinn. Plesche scheint sich darob keine Sorgen zu machen; der Kemptener verweist stattdessen darauf, dass sein neuer Sturmstar in der Spielzeit 2017/18 noch keinen Platzverweis kassiert hat.
Dann zählt der Manager auf: "Mit Marian Knecht, Philip Schmidt und Oliver Wargalla verfügen wir über eine erstklassige Sturmreihe! Die Fans können sich auf spektakuläre Spiele freuen." Die Sturmplanungen erklärt Plesche hiermit für abgeschlossen. "Nur hinten müssen wir noch etwas tun", setzt der Allgäuer hinzu.

Von Horst Kramer


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Veröffentlicht am 05.09.2018 23:00 Uhr




 

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