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Kreisliga: Mit Sieg im Königsmoos hat Zell Aufstiegsrelegation sicher

Aichach - Die Spannung ist groß im Endspurt der Kreisliga Ost, sowohl im Norden wie im Süden des Klassements. Pikanterweise sind im vorletzten Durchgang in das Gastspiel des SC Griesbeckerzell bei der TSG Untermaxfeld die Themen Auf- und Abstieg gepackt. Der Spitzenreiter FC Affing wiederum braucht am Sonntag zu Hause gegen den BC Aichach noch einen Punkt, um die Meisterschaft und das Comeback in der Bezirksliga perfekt zu machen.

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Das Königsmoos ist am Sonntag Schauplatz der brisantesten Begegnung des 25. Spieltags. Die TSG Untermaxfeld (12./25 Punkte) kämpft im Fernduell mit dem SV Feldheim (11./25) gegen den Abstieg, der SC Griesbeckerzell (2./51) muss sich im Wettstreit um die Aufstiegsrelegation des TSV Pöttmes (3./48) erwehren.
Hätte die Elf von Trainer Metin Bas am vergangenen Sonntag gegen Pöttmes nicht in der Nachspielzeit durch Gheorghe Geanta noch das 0:1 kassiert, wären ihr Platz zwei und das erste von bestenfalls drei Ausscheidungsspielen gegen den Dreizehnten der Bezirksliga Nord (Wörnitzstein oder Offingen) schon sicher. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Reüssieren die Fußballer der Faschingshochburg in Untermaxfeld, können die Pöttmeser spielen, wie sie wollen, dann ist der Sportclub mit dem besseren direkten Vergleich als Zweiter durch.
Bis dorthin ist es aber noch ein weiter Weg. Denn für die TSG geht es quasi um alles. Mitaufsteiger Feldheim hat das vermeintlich leichtere Restprogramm und dazu den besseren direkten Vergleich. Wolfgang Rückel, 48, hatte bei seinem zweiten Engagement als Trainer der Gelb-Schwarzen gehofft, mit dem Abstieg nicht zu tun zu haben. Aber daraus ist nichts geworden. "Wir hatten über die Saison zu viele Ausfälle, brachten dadurch keine Konstanz in unser Spiel", erklärt Rückel, der übrigens vor genau 30 Jahren den letzten Aufstieg des VfR Neuburg in die Landesliga mitgemacht hat. Der Bergheimer, der in Untermaxfeld auf jeden Fall noch eine Saison dranhängt, hat Respekt vor dem Widersacher: "Das wird richtig schwer für uns, die Zeller haben Qualität, stehen nicht umsonst oben." Bei seiner Mannschaft komme es wesentlich darauf an, "taktisch diszipliniert" zu spielen und "bissig in die Zweikampf zu gehen". Letzteres hatte Rückel vor Wochenfrist beim 1:3 in Aichach vermisst. "Das war unser großes Problem. Wie das Spiel lief, konnte man meinen, für den BCA geht es um alles und für uns um nichts. Dabei war es genau umgekehrt."
SCG-Trainer Metin Bas ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst. "Das wird ein reines Kampfspiel." Allerdings, hält er fest, habe sich seine Mannschaft den Druck selbst aufgebaut durch die Niederlage gegen Pöttmes. "Da war für uns mehr drin, aber wir haben unsere Konter schlampig gespielt." Immerhin ist im Moos Sergej Scheifel wieder dabei. Der Allrounder wurde nach seiner roten Karte in Petersdorf nur für ein Spiel gesperrt.
Der TSV Pöttmes kann nur auf die Unterstützung der Konkurrenz hoffen und selbst zwei Mal siegen: zunächst gegen die DJK Langenmosen (4./41) und dann zum Abschluss in Gerolsbach.
Rechnerisch ist für Griesbeckerzell sogar noch die Meisterschaft drin. Aber daran glaubt beim Sportclub mit sechs Punkten Rückstand auf Affing kaum noch einer. Dem FCA reicht am Sonntag an der Frechholzhausener Straße gegen den BCA ein Unentschieden für den Titel. Und wer zweifelt daran, dass die Rot-Schwarzen diesen Punkt holen bei ihrer famosen Serie. Nach dem 1:1 gegen Zell am 22. Oktober haben sie elf Mal hintereinander gewonnen mit 28:4 Toren. Diese Leistungsstabilität hat auch Abteilungsleiter Markus Berchtenbreiter schwer beeindruckt. Berchtenbreiter warnt jetzt aber eindringlich vor dem BCA und muss dabei nur an das Hinspiel erinnern. Das gewannen die Aichacher nach einem 0:2-Rückstand mit ihrer besten Saisonvorstellung noch 6:3. Es war am 15. Oktober die letzte Niederlage von insgesamt drei Niederlagen.
Berchtenbreiter will es auf keinen Fall auf das Finale in Griesbeckerzell ankommen lassen. Eins sollte in diesem Zusammenhang aber schon klar sein, betont der 49-Jährige: "Wir werden nichts verschenken." Davon ist auch Metin Bas felsenfest überzeugt: "Wer glaubt, wir bekommen von den Affingern etwas umsonst, der irrt."
Stätzling sieht am Sonntag ein Schlüsselspiel im Abstiegskampf. Schafft die Reserve des Landesligisten gegen den SV Münster (10./27) keinen Sieg, ist sie neben Berg im Gau abgestiegen. Andererseits brächte ein Stätzlinger Erfolg Münster noch in die Bredouille. Theoretisch noch nicht aus dem Schneider ist auch der TSV Rehling (9./30). Der sollte sich jedoch am Sonntag beim Nachzügler Berg im Gau endgültig in Sicherheit bringen. Scheifel nach einem Spiel Sperre wieder dabei

Von Heribert Oberhauser


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Veröffentlicht am 31.08.2018 23:00 Uhr




 

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