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Tagberg fehlen zehn Ringe zum Aufstieg

Gundelsdorf - Es hat nicht sollen sein für die Gundelsdorfer Tagbergschützen. Beim Aufstiegsschießen zur Bayernliga im Luftgewehr gingen die Gundelsdorfer wie schon im Vorjahr leer aus und werden in der nächsten Saison in der Oberbayernliga West einen neuen Anlauf nehmen. Am Sonntag in Hochbrück spielten mehrere unglückliche Faktoren die entscheidende Rolle.

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Acht Mannschaften traten an die Stände, und nach neuestem Stand stiegen nur zwei Mannschaften in die Bayernliga auf. Hinter FSG Bund München (3868 Ringe) und BSG Offingen (3850 Ringe) kam das Fünferfeld aus dem Pöttmeser Ortsteil mit 3841 Ringen auf den undankbaren dritten Platz. Zehn Ringe mehr hätten die Gundelsdorfer an diesem Tag gebraucht. Und die wären an diesem Tag durchaus machbar gewesen.
Dass aus voraussichtlich vier Aufsteigern nur zwei wurden, hatte zwei Gründe: Die als Favorit gehandelten Schützen aus Maria Steinbach verloren ihre beiden besten Schützen an Bundesliga-Mannschaften, und so traten sie zum Aufstiegsschießen erst gar nicht an. Zum andern stieg die erste Mannschaft aus Großaitingen aus der Bundesliga ab. Somit musste deren zweite in die Bayernliga zwangsabsteigen.
Zur Mittagszeit mussten die fünf Gundelsdorfer Schützinnen und Schützen im ersten Durchgang 40 Schuss abgeben. Hier zeigte die an Position eins gesetzte Jessica Preckel plötzlich Nerven. Preckel, die für die nächste Saison zum Bayernligisten Staudheim wechselt, erzielte für sie magere 381 Ringe. Viktoria Ammler (390), Michaela Meier (379), Marina Schmid (387) und Andreas Sauer (382) hielten mit 1919 Ringen die Gundelsdorfer Hoffnungen aber noch aufrecht. Zu diesem Zeitpunkt lag Tagberg nur fünf Ringe hinter dem Zweiten BSG Offingen.
Nach einer kurzen Mittagspause ging es für die Tagbergschützen ins alles entscheidende zweite Schießen. Nerven wie Drahtseile zeigten dabei Viktoria Ammler mit ihren 395 Ringen und Marina Schmid mit sehr starken 385 Ringen. Jessica Preckel (387) und Michaela Meier (382) gaben ihr Bestes. Andreas Sauer brachte es auf 373 Ringe. 1922 Ringe lautete das Mannschaftsergebnis. Tagberg hatte sich um drei Ringe gesteigert.
Als die Gundelsdorfer das Gewehr zur Seite gelegt hatten und die Enttäuschung um den verpassten Aufstieg schnell wieder verflogen war, ging es samt den mitgereisten Fans ins Gundelsdorfer Schützenheim, wo für eine zünftige Feier alles hergerichtet war. Im Herbst nehmen die Gundelsdorfer einen erneuten Anlauf in Richtung Bayernliga. Auf wen sie dann treffen, steht noch nicht fest. Preckel wechselt zum Bayernligisten Staudheim

Von Josef Mörtl
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Veröffentlicht am 17.04.2018 00:00 Uhr




 

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