Kühbach    

Windräder in der Scharnitz

Gachenbach (bdh) An der B 300 zwischen Peutenhausen und Kühbach sollen 2016 zwei Windräder gebaut werden. Die Pläne sind sehr konkret, die erforderlichen Gutachten liegen bereits vor. Bereits vor elf Jahren wollte eine norddeutsche Firma bis zu fünf Windräder im Bereich der Scharnitz bauen, dem kleinen Waldstück an der Gemeindegrenze zu Kühbach, wo in Fahrtrichtung Ingolstadt der B-300-Parkplatz ist. Genau hier sollen auch nun die Windräder gebaut werden.

Der Unterschied: Hinter dem Projekt steht diesmal nicht ein Unternehmen aus Norddeutschland, sondern eine kommunale Energiegesellschaft – die SoL Energie, zu der sich die Stadt und sieben Gemeinden aus dem Schrobenhausener Land, darunter auch Gachenbach, zusammengeschlossen haben. Für Gachenbachs Bürgermeister Alfred Lengler ist es wichtig, dass die beiden Windkraftanlagen, die 145 Meter Nabenhöhe haben und bis zur Rotorspitze 200 Meter messen sollen, ein regionales Projekt bleiben – und dass auch die Erlöse den Menschen im Schrobenhausener Land zugute kommen. Um nicht einen externen Investor auf den Standort aufmerksam zu machen, hätten auch die Vorarbeiten im Geheimen stattgefunden: Am 22. Juli habe der Gemeinderat in nicht öffentlicher Sitzung grünes Licht für das Projekt gegeben, berichtete Lengler, woraufhin sofort die Grundstückseigentümer und Anlieger im für die Windräder auserkorenen Bereich für vergangenen Donnerstag zu einer Versammlung eingeladen wurden. Die Grundstückseigentümer hätten nun Pachtverträge auf dem Tisch liegen. Allerdings scheint nicht jeder Besucher der Versammlung positiv gestimmt nach Hause gegangen zu sein: „Da sind einige, die ziemlich erschrocken sind über das Vorgehen“, sagt einer. So mancher Grundstückseigentümer habe sich überrumpelt gefühlt, weil er aufgefordert worden sei, einen Pachtvertrag zu unterschreiben – für ein Projekt, von dem er wegen der bisherigen Geheimhaltung noch nie gehört habe. Am stärksten betroffen sein dürfte von den Windrädern, die gleich südlich der B 300 im Wald gebaut werden sollen, das direkt nördlich davon gelegene Westerham. Der Abstand betrage 1040 Meter, sagt Lengler.

Am kommenden Freitag (19.30 Uhr im Gasthaus Rupp) wollen Lengler und Braun nun die Bürger über die geplanten Windräder informieren. Ausführlicher Bericht in der AICHACHER ZEITUNG.

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Veröffentlicht am 16.03.2015 22:04 Uhr




 

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