Der Tag der Seppen
Kühbach (tl) Beim 24. Parteitag der Königlich-Bayerischen Josefspartei am Sonntagnachmittag im Rahmen des Kühbacher Brauereifestes war der Höhepunkt die Festrede von Pater Lukas, dem 37-jährigen Benediktinermönch und Cellerar aus Scheyern.
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Kühbach (tl) Beim 24. Parteitag der Königlich-Bayerischen Josefspartei am Sonntagnachmittag im Rahmen des Kühbacher Brauereifestes war der Höhepunkt die Festrede von Pater Lukas, dem 37-jährigen Benediktinermönch und Cellerar aus Scheyern. Der Verantwortliche für alle wirtschaftlichen Bereiche des Klosters begeisterte in seiner knapp 45-minütigen Rede die knapp 2000 Besucher.
Pünktlich um 14 Uhr hatten all die Ortsverbände mit ihren Fahnenabordnungen vor dem Festzelt Aufstellung bezogen, um nach dem Salut der Königlich Privilegierten Feuerschützengesellschaft aus Aichach und unter den Klängen der Kühbacher Blechblosn ins Bierzelt einzuziehen. Grüße sandte auch der Gründer der Josefspartei Otto Josef Steuerl, der aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte. Zeremonienmeister Hans Josef Reithmeier begrüßte viele Ehrengäste, so waren neben den Baronen der Kühbacher Brauerei auch Bürgermeister Hans Lotterschmid, Landrat Christian Knauer mit Gattin sowie die Bundestagsabgeordnete Simone Strohmeyer aus Stadtbergen auf der Ehrenloge vertreten.
Sogar der ehemalige Bürgermeister aus Schifferstadt und Vorsitzende des Ortsverbandes Schifferstadt, Edwin Mayer, scheute die lange Reise nicht, um diesen Nachmittag mit Gleichgesinnten zu verbringen. Ein Tisch voller Seppen war auch aus Berlin gekommen.
Nachdem allesamt ihre Grußworte aufgesagt hatten, wurde unter begeistertem Jubel Pater Lukas zum Pult gebracht. Landrat Christian Knauer stellte ihn vor und meinte, die Schüler von Pater Lukas behaupteten, jener habe „Hüftschwung“. Dann legte der Benediktinermönch redegewandt los. Sein Vortrag beschäftigte sich ausnahmslos mit dem heiligen Josef. In der Scheyrer Bibliothek habe er viel Wissenswertes über den Namensgeber der Partei gefunden. Viele Vergleiche zur Moderne konnte er ziehen. Dabei schnitten die Zeitgenossen denkbar schlecht ab. „Josef war ein Zimmermann“, meinte er. „Er lebte von seiner Hände Arbeit“. Auch der derzeitige Mensch könne sich durch seine Arbeit verwirklichen. Mit einem Seitenhieb auf die andächtig lauschenden Politiker meinte er: „Manche Vertreter der Politik sind in ihrer Karriere gleich durchgestartet und hatten in ihrem Leben noch nie eine Schaufel in der Hand.“ Pater Lukas’ Rede wurden immer wieder von Beifall unterbrochen. Am Schluss musste er noch den Marsch „Alte Kameraden“ dirigieren.
Generalsekretär Fritz Josef Beintner hatte abschließend die Aufgabe, verdiente Personen um die Josefspartei auszuzeichnen. Baron Umberto von Beck-Peccoz überreichte er außerdem einen Bildband vom ersten Parteitag der Josefs.
Siehe auch unsere Bildergalerie:
Veröffentlicht am 24.05.2009 18:14 Uhr
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