Sieben Einsätze für die Wehr
Unterbernbach – Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Unterbernbach begrüßte Vorsitzender Josef Jung neben dem Ehrenkommmandanten Michael Hofmann und Ehrenmitglied Josef Koppold auch Bürgermeister Hans Lotterschmid und Kreisbrandmeister Albert Wagner.
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Josef Jung ging kurz auf die gesellschaftlichen Veranstaltungen des Vereins ein. So sicherte sich die Moarschaft der FFW bei der Dorfmeisterschaft der Stockschützen erneut den Titel. Der Kameradschaftsabend und die Weihnachtsfeier kamen sehr gut an. Auch heuer wird es diese geselligen Abende wieder geben.
Kommandant Georg Heinzlmeier legte Rechenschaft über die Einsätze des Jahres 2011 ab. Insgesamt sieben Mal wurde die Unterbernbacher Wehr alarmiert. Los ging es im Januar nach einem Betriebsunfall bei der Firma Heggenstaller mit einer Einweisung für den angeforderten Rettungshubschrauber. Im März rückte die Wehr zu einem Stadelbrand in Halsbach im benachbarten Landkreis Neuburg-Schrobenhausen aus. Im April musste eine längere Ölspur, die ein defekter Traktor hinterlassen hatte, zusammen mit der Kühbacher Wehr beseitigt werden. Im Juni konnte ein Zimmerbrand in Schnellmannskreuth noch vor Ausrücken der alarmierten Wehr gelöscht werden. Auch musste erneut mit Spezialbindemittel eine Ölspur, die diesmal ein Bagger hinterlassen hatte, neutralisiert werden. Ein im gleichen Monat gemeldeter Waldbrand zwischen Schnellmannskreuth und Rettenbach entpuppte sich als ein beaufsichtigtes Boschholzverbrennen.
Noch im Juni kam es dann zu einem der größten Einsätze der letzten Jahre, der mehrere Tage andauerte. Zunächst wurde am Samstag, 25. Juni, ein Siloschwelbrand bei der Firma Heggenstaller gemeldet. Mit der eingesetzten Wärmebildkamera konnte jedoch keine übermäßige Hitze festgestellt werden. Behutsam versuchten die eingesetzten Wehren, das Silo zu leeren. Am nächsten Morgen kam es jedoch zu einer Verpuffung, bei der Teile der Dachkonstruktion zu Boden stürzten. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die höchste Meldestufe wurde ausgerufen. Feuerwehren aus der ganzen Umgebung waren eingesetzt. Bürgermeister Hans Lotterschmid sorgte dafür, dass die Feuerwehrmänner mit Essen und Getränken versorgt wurden.
Im September musste nach einem Unfall bei Halsbach für einige Stunden die Straße gesperrt werden. Zu verkehrslenkenden Maßnahmen war die Wehr auch beim Kindergartenjubiläum, dem Martinsumzug und bei der Umlegung des Maibaums eingesetzt.
Der Einsatz bei dem angenommenen Scheunenbrand in Stockensau in der Aktionswoche zeigte, dass solche Übungen für eine reibungslose Zusammenarbeit für die verschiedenen Ortswehren wichtig sind.
Der Dank des Kommandanten galt allen Aktiven für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Gerätewart Peter Kaiser sorgt dafür, dass der Wehr auch immer einsatzbereites Material zur Verfügung steht. Georg Heinzlmeier wünschte sich aber regere Beteiligung an den zwölf Pflichtübungen. Jeder Aktive sollte mindestens an sechs Übungen teilnehmen, damit die Leistungsfähigkeit auch gewährleistet ist.
Als kleinen Anreiz soll es bei regerer Beteiligung ein T-Shirt geben, das dann vom Verein beziehungsweise der Gemeinde gesponsert wird.
Ehrenmitglied Josef Koppold erfreute die Anwesenden mit seinem positiven Kassenbericht. Ihm wurde einwandfreie Kassenführung bescheinigt. Bürgermeister Hans Lotterschmid dankte den freiwilligen Helfern und bat auch um regere Teilnahme an den angesetzten Übungen. Aus der Gemeindekasse gab es eine Brotzeit für die Anwesenden.
Kreisbrandmeister Albert Wagner als Vertreter der Kreisfeuerwehrführung ging kurz auf die Unterbernbacher Einsätze ein. Er fand, dass beim Heggenstaller-Großeinsatz die eingesetzte UG-ÖEL eine große Hilfe für die Wehren war. Wagner sprach auch den Feuerwehrführerschein, die Jugendfeuerwehr und die angebotenen Lehrgänge an.
Zahlreiche Ehrungen standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Zehn Jahre ist Stefan Lämmle dabei. Seit 25 Jahren gehören Herbert Schrittenlocher, Ralf Jahn, Norbert Maier, Gerhard und Thomas Stegmayer, Christian Stocker sowie Alexander Vogel dazu. Für 30 Jahre Treue wurden Manfred Friedrich, Wolfgang Hofberger, Josef Lämmle, Michael Schrittenlocher und Markus Stegmayer geehrt, für 40 Jahre Wolfgang Hensellek und Hans Hofberger. Sie alle erhielten Urkunden und ein Geschenk des Vereins.
Seit 2010 werden Mitglieder, die 25 Jahre und länger ehrenamtlichen Dienst bei der Feuerwehr leisten, zweimal jährlich zentral beim Landratsamt geehrt. Dort wird ihnen die Anerkennung des Innenministeriums ausgesprochen.
Von Josef Mörtl
Veröffentlicht am 30.01.2012 17:17 Uhr
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