Kühbach    

Das Baby des Bulldog-Kinis

Kühbach – Auf riesengroßes Besucherinteresse stießen am Wochenende die Feldtage mit der Präsentation modernster Landtechnik in Kühbach. Im Mittelpunkt stand dabei der erste Feldeinsatz des größten Rad-Schlepper-Traktors in Europa.

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650 PS bringt der Schlüter-Profi-Gigant auf den Boden. Ludwig Streitberger aus Grasheim, der Bulldog-Kini vom Donaumoos, hat sich mit diesem Schleppermonster einen großen Traum erfüllt. Sein Schlepper musste nun erstmals den Praxistest meistern.

Schon am ersten Tag kamen einige Tausend Besucher, denn der Bulldog-Kini hat eine riesen Fangemeinde, die nicht nur aus dem gesamten bayerischen Raum kommt – sogar aus Hamburg waren Gäste angereist und ließen von dem 20-Tonnen-Koloss in seinen Bann ziehen. Der legte beispielsweise die Furchen mit einem Zwölf-Schar- Wendepflug meisterhaft hin. Den Riesenpflug hat sich der Bulldog-Kini aus Ostdeutschland besorgt, mit ihm wurden bereits über 70 000 Hektar Land gepflügt.

Auf einem Feld von rund 40 Hektar wurden auch von anderen Fabrikaten Bodenbearbeitungsgeräte, Aufsattelpflüge, Saatgeräte und andere modernste Landtechnik präsentiert. Moderator Klaus Benz stellte die beteiligen Firmen und Geräte vor. Während die Schlepper bei der Bearbeitung eines Feldes waren, wurde bereits auf einem anderen Acker Mais gedroschen, die Maiskörner am Feld geschrotet. Begünstigt wurden diese Feldtage natürlich von der optimalen Herbstwitterung, so dass an den beiden Tagen sowohl am Ausstellungs- wie am Vorführgelände Hochbetrieb herrschte. Natürlich durften auch Schlepperoldtimer nicht fehlen.

Im Bierzelt gab es dann viele fachliche Gespräche, aber auch Erinnerungen an frühere Jahre, und so mancher diskutierte auch darüber, wohin die Entwicklung der Landtechnik noch führen mag.

Organisator Ludwig Streitberger war jedenfalls überwältigt vom großen Besucherinteresse. Seine Leidenschaft für Schlepperoldtimer führte letztendlich zum stärksten Traktor Europas. Nach vierjähriger Bauzeit mit unzähligen Arbeitsstunden ließ er aus dem ursprünglichen Profi Trac 3500 den Gigant entstehen. Der Schlepper musste dafür komplett umgebaut werden. Der so entstandene Profi Gigant mit einer Länge von 7,20 Metern und einer Breite mit Zwillingsbereifung von 4,80 Metern ist momentan das Maß aller Dinge.

Streitberger, Traktorfan von Kindesbeinen an, investierte für den Giganten soviel, wie ein ganzes Einfamilienhaus kostet. In über 4000 Arbeitsstunden hat er mit Hilfe seiner Brüder und Freunde beinahe alle neuen Teile selbst konstruiert. Original sind nur noch die Achsen und die Kabine, und selbst da ist ordentlich aufgemotzt worden.

Der Bulldog-Kini ist jetzt überglücklich, dass diese erste Großvorführung so gut geklappt hat. Sie wird sicherlich nicht die letzte gewesen sein.

Von Franz Hofner

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Veröffentlicht am 04.10.2009 17:44 Uhr




 

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