Inchenhofen    

Hilfe für Wallfahrtskirche

Inchenhofen – Seit Jahren wird sie sehnlichst erwartet, nun kann endlich mit der Sanierung der Inchenhofener Wallfahrtskirche begonnen werden. Die Diözese hat ihr Okay gegeben, und auch die Gemeinde zieht mit.

 

Auftakt ist am Westgiebel sowie an dem dort endenden ersten „Joch“ des schadhaften Daches. Rund 260 000 Euro wird dieser erste Bauabschnitt kosten, für den die Pfarrei jetzt die entsprechenden Vorbereitungen, sprich Ausschreibung und Auftragsvergabe, treffen kann. Wie Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Schweizer bei der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend erklärte, habe die Diözese inzwischen die Mittel frei gegeben. Was den Leahadern die finanziellen Sorgen freilich nicht gänzlich abnimmt. 60 Prozent der Sanierungskosten trägt die Diözese, für den Rest müssen die Gläubigen vor Ort aufkommen. Entsprechend ist man auf Spenden angewiesen – und auf Zuschüsse. Die Gemeinde Inchenhofen zieht schon mal mit. Einstimmig beschloss der Marktgemeinderat, wie in anderen Fällen auch, zehn Prozent der nachgewiesenen Kosten zu tragen. Das wären also für den ersten Bauabschnitt 26 000 Euro.

Weitere Zuschussanträge von Pfarrer Stefan Gast werden folgen. Mit der Sanierung des Westgiebels ist es nämlich längst nicht getan. Experten haben die Gesamtkosten der notwendigen Renovierungsarbeiten auf knapp 1,5 Millionen Euro geschätzt. Nach Lage der Dinge wird es nach dem ersten Abschnitt aber eine längere Verschnaufpause geben. Erst für 2014 steht Leahads Wallfahrtskirche wieder auf der Dringlichkeitsliste der Diözese. Dort hat man sich bekanntlich mit zahllosen anderen Sanierungswünschen zu beschäftigen – während die dafür zur Verfügung stehenden Mittel weniger werden.

Ärger braut sich rund um den Motzenhofener Weg in Inchenhofen zusammen. Dort hat Mathias Heckmaier für ein rund 100 Meter langes Teilstück die Aufbringung einer staubarmen Teerschicht beantragt. Begründung: Die Aufschotterung sei angesichts der Belastung durch schwere landwirtschaftliche Maschinen nicht mehr ausreichend. Über Schlaglöcher und vor allen Dingen eine nicht mehr hinnehmbare Belastung durch Staub klagte Heckmaier in seinem Antragsschreiben an die Gemeinde, das Bürgermeister Karl Metzger verlas. Sowohl er wie auch der Gemeinderat zeigten Verständnis und erklärten sich grundsätzlich bereit, die Teerschicht aufbringen zu lassen. Allerdings nur unter Beteiligung des Anliegers, so die Kommunalpolitiker mit Verweis auf eine notwendige Gleichbehandlung und vergleichbare Fälle in Taxberg und am Brechstubenweg. Dort seien die Anlieger für die Hälfte der Kosten aufgekommen, so Metzger. Im Falle Heckmaiers, bei dem es sich um einen Einzelanlieger handelt, schlug Metzger vor, 2500 Euro von den Gesamtkosten in Höhe von rund 8500 Euro zu verlangen. Einstimmig stimmte der Gemeinderat zu, dem Antragsteller den entsprechenden Finanzierungsvorschlag zu unterbreiten. Dass Heckmaier ihn annimmt, ist allerdings mehr als fraglich. Noch im Sitzungssaal erklärte er, keineswegs zu zahlen und kündigte an, notfalls in einem nächsten Schritt das Gesundheitsamt einzuschalten.

Rund 20 000 Euro will die Gemeinde in die beiden Spielplätze Hagenau und Bannholz investieren. Außerdem soll die Sainbacher Anlage mit einem Kleinfeldfußballtor aufgerüstet werden. Dass die Investition dringend notwendig ist, zeigte eine Begehung durch einen der Spielgeräteanbieter. Demnach bestand zum Teil erhebliche Verletzungsgefahr, einige Gerätschaften mussten sofort verändert beziehungsweise ganz abgebaut werden. Dabei schaut der Bauhof regelmäßig nach dem Rechten und nimmt Verbesserungen vor. Oftmals seien die aber schon wenige Tage später wieder zerstört.

Lange diskutierte der Gemeinderat über die neuen Angebote. Die Liste reichte vom sogenannten Kamelritt und der Kletterwand bis hin zu Seilbahn, Spielturm und Schaukeln. Am Ende wurde die Verwaltung beauftragt, die abschließende Auswahl zu treffen und auf Einkaufstour zu gehen.

Von Robert Edler



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Veröffentlicht am 20.04.2011 16:22 Uhr




 

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