Angst vor Funkmast
Sainbach (roe) Der bei Sainbach geplante Funkmast stößt den Bürgern sauer auf. Das wurde bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend im Schützenheim deutlich.
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Die Sainbacher fürchten eine Strahlenbelastung, die von dem Mast ausgeht, der nach Lage der Dinge direkt am Wasserturm errichtet werden soll. Auslöser ist, wie mehrfach berichtet, die Einführung des Digitalfunks für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Er soll die Zusammenarbeit der Rettungskräfte verbessern und somit letztlich die Sicherheit der Bürger erhöhen. Insgesamt werden in Bayern zur Realisierung des Digitalfunks, der 2013 in Betrieb gehen soll, etwa 940 Mast-Standorte benötigt. Im Gegenzug werden dafür an die 3500 Standorte des jetzigen Analogfunks abgebaut. Im Landkreis Aichach-Friedberg sind zehn Standorte vorgesehen, einer davon in Sainbach.
Wie Bürgermeister Karl Metzger erklärte, werde man wohl nicht umhinkommen, einen Standort zur Verfügung zu stellen. Allerdings habe er in der Zwischenzeit zwei Alternativvorschläge auf dem Tisch. Die wären offensichtlich weiter weg von der Wohnbebauung. Am kommenden Dienstag will Metzger den Marktgemeinderat informieren und über die weitere Vorgehensweise diskutieren.
Kritik gab es auch heuer aus den Reihen der rund 30 Zuhörer am Zustand der Feldwege. Metzger verwies auf den in der Zwischenzeit ins Leben gerufenen Wegeausschuss. Der habe sich auch bereits ein Bild von der Situation gemacht. In der Konsequenz werde man heuer vermehrt eine Wegebaufräse einsetzen. „Wir sind dran“, versprach der Bürgermeister.
Die Belastung Sainbachs durch Schwerlastverkehr könnte jetzt doch endlich verringert werden. Die seit langem geforderte Tonnagebeschränkung für die Ortsverbindungsstraße vom Gewerbegebiet in Motzenhofen über Sainbach nach Inchenhofen muss zwar die Straßenbaubehörde am Landratsamt erlassen, von dort hat Metzger aber durchaus positive Signale bekommen. Immerhin wurde mit dem Kreisverkehr nördlich von Oberbernbach inzwischen eine Alternativ-Strecke vor allem für den Holz-Schwerlastverkehr geschaffen. Jetzt wollen die Gemeinden Hollenbach und Inchenhofen gemeinsam die Belastbarkeit der Brücke im Bereich der Ortsverbindung von einem Gutachter untersuchen lassen.
Veröffentlicht am 04.03.2010 14:53 Uhr
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