Inchenhofen    

Bienensurren in der Pause

Inchenhofen - Wie schön es ist, Grundschüler in Inchenhofen zu sein, erkennen viele Kinder erst, wenn sie es nicht mehr sind. "Immer wieder kommen Sechstklässler zu mir und sagen, dass ihnen jetzt erst bewusst ist, was sie verloren haben", erzählt Schulleiterin Ursula Kaiser gestern beim Pressetermin zum Tag der offenen Gartentür, an dem sich die Dorfschule wieder beteiligt. Ein Bild des wunderschönen Gartens beziehungsweise Geländes können sich Interessierte am Sonntag, 24. Juni, von 10 bis 17 Uhr machen.

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Einer der Hauptverantwortlichen für dieses Idyll ist Anton Moll. Der 79-Jährige hegt und pflegt das Gelände hinter dem Schulhaus. Hegen und pflegen sind in diesem Zusammenhang allerdings Verben, die dem seit 15 Jahren pensionierten Lehrer der Inchenhofener Schule vermutlich nicht gänzlich zusagen. Denn wer sich einen gehegten und gepflegten Rosengarten vorstellt, ist hier an der falschen Adresse. Das Gelände hinter der Grundschule überzeugt durch andere Attribute: Hier gibt es einen zugewachsenen Teich, ein Insektenhotel, aufgeschüttete Steine, geschichtetes Altholz, Kräutergärten, Weinreben, Obstbäume und viele Blühflächen samt der Salbei- und Nelkenwiese - für Moll "das Highlight" auf dem rund 4000 Quadratmeter großen Gelände. Die dazu im Gegensatz stehenden "naturfeindlichen Privatgärten" mit versiegelten Flächen, Einheitshecken und Kieswüsten sind für Moll ein Grund für das Insektensterben. Der Leahader Schulgarten ist insektenfreundlich, hier schauen Grillen, Schmetterlinge und Heuschrecken vorbei.

Der Tag der offenen Gartentür findet am Sonntag, 24. Juni, von 10 bis 17 Uhr statt. Neben dem Grundschulgarten in Inchenhofen können Interessierte die Gärten von Antonie Peters in Aichach (Oberbernbacher Weg 6) und von Manuela und Peter Wirth in Weichs (Erlhausen 4) besichtigen.

Von Tanja Marsal
 
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Veröffentlicht am 04.10.2018 23:00 Uhr




 

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