Inchenhofen    

Ein Baum für Leahad

Inchenhofen - Mit Stangen kennen sich die Leahader aus. Rund um den Wallfahrtsort werden jährlich tausende Tonnen Spargel geerntet. Nun kommt im Ortskern ein neues "Stangerl" dazu: Ab 2019 bekommt der Hauptort wieder einen richtigen Maibaum. Ob es dafür von der Gemeinde einen Zuschuss geben wird, ist noch unklar. Sicher hingegen ist, dass das Fundament auf dem Marktplatz erneuert werden muss.

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Dass Inchenhofen im Ortskern bald wieder ein eigenes Schmuckstück präsentieren kann, dafür legen sich die Leahader Maibaum-Buam schon seit Längerem mächtig ins Zeug. Nach etlichen Gesprächen mit Bürgermeister Karl Metzger und mit Nachbarn ist es nun im kommenden Jahr soweit. Von Anwohnerseite gibt es keine Einwendungen. Noch ungeklärt ist allerdings die Haftungsfrage, falls etwas passiert.
Wegen etwaiger Risiken müsse man sich noch einmal zusammensetzen, so Inchenhofens Bürgermeister Karl Metzger. Die Haftungsfrage ist abhängig davon, ob die Maibaum-Buam künftig als eigenständiger Verein firmieren oder Teil der Inchenhofener Feuerwehr werden.
Zur Erinnerung: Bereits von 1982 bis 1990 standen am Marktplatz vor der Feuerwehr Maibäume. Der Tradition wurde durch den Orkan Wiebke 1990 ein jähes Ende gesetzt. Bei dem Sturm fiel der Baum auf die Kreisstraße und die Kirchenmauer. Schaden entstand lediglich am Baum selbst, sprich an den Schildern und Motiven. Trotzdem kann natürlich immer etwas passieren.
Metzger mahnte deshalb zu sehr viel Sorgfalt wegen der Statik. Zweiter Bürgermeister Hans Schweizer, früher selbst bei den Maibaum-Buam, informierte die Räte über den Zustand des Fundaments. Weil man den Beton seinerzeit selbst gemacht habe, verfüge das Fundament über kein gültiges Gütesiegel. Mit anderen Worten: "Es braucht ein neues Fundament."
Robert Müller fragte nach, wie es mit einer finanziellen Beteiligung der Gemeinde bestellt sei. In dem Zusammenhang erklärte Schweizer, dass diesbezüglich nie eine schriftliche Vereinbarung zwischen Kommune und Maibaum-Buam getroffenen worden sei. So gesehen, haben die jungen Männer, die die urbayerische Tradition in Inchenhofen wiederbeleben wollen, also nichts in der Hand.
Lorenz Nefzger beruhigte jedoch: Wenn die Maibaum-Buam einen entsprechenden Zuschuss-Antrag im Gemeinderat stellen, werde sich das Gremium dem sicher nicht verwehren - auch ohne schriftliche Zusicherung. Mit 12:0 Stimmen sprachen sich die Gemeinderäte am Ende für die Errichtung eines Maibaums am Standort "Marktplatz" aus.

Von Thomas Winter


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Veröffentlicht am 28.06.2018 00:00 Uhr




 

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