Hollenbach    

Schlechte Noten für Winterdienst

Igenhausen (iko) Im Großen und Ganzen harmonisch verlief am MIttwochabend die Bürgerversammlung im Igenhausener Sportheim, zu der rund 25 Einwohner gekommen waren. Beschwert haben sie sich über den Winterdienst, der in dieser Saison nicht zuverlässig gewesen sei. Besonders auf der Strecke zwischen Hirschbach und Neßlach sei kaum geräumt oder gestreut gewesen. Bürgermeister Hans Riß bat um Nachsicht – „das ist nicht optimal gelaufen“ – und versprach, mit den Bauhof-Mitarbeitern zu reden. „Das muss besser klappen.“

<p>Schlechte Noten </p>
<p>für Winterdienst </p>

Ansonsten schienen die Igenhausener keine größeren Sorgen zu haben. Die Frage nach den Bauplätzen beantwortete Riß mit laufenden Verhandlungen, die Gemeinde wolle auf alle Fälle weiter Bauwilligen Grund „zu den üblichen Baulandpreisen“ anbieten. Gespräche über einen Grundstückstausch liefen aktuell auch für die gewünschte Parkplatz- und Trainingsplatzerweiterung beim FC Igenhausen, bestätigte Riß.

Keine Antwort gab der Gemeindechef auf die Frage, was denn nun mit der Alten Dorfwirtschaft passiere. Er verwies auf die Bürgerversammlung in Hollenbach, zu der Wilhelm Daurer, der die Dorferneuerung begleitende Landschaftsarchitekt, sein Kommen angekündigt habe.

Notiert hat sich Riß die Anregung, an der sanierten Aussegnungshalle eine neue Leuchte anzubringen. Die Laterne, die derzeit dort hänge, sei erstens zu niedrig, zweitens nicht schön, und drittens blende sie sehr stark, bestätigten gleich mehrere Anwesende.

Berta Arzberger sprach den Bürgermeister auf das Gerücht an, es gebe wohl Pläne für eine größere Windkraftanlage. „Offiziell ist da nichts“, entgegnete Riß.

Er hatte zuvor in seinem 45-minütigen Bericht das Umweltbewusstsein des Gemeinderates gelobt. Das Gremium hatte im abgelaufenen Jahr entschieden, dass 191 alte Straßenlaternen im gesamten Gemeindegebiet mit stromsparendem Gelblicht ausgestattet werden. „Bis zu 60 Prozent geringerer Stromverbrauch“ werde damit erreicht, das bedeute jährlich 26 800 Kilowattstunden oder 3700 Euro Stromkosten weniger. Nach etwa viereinhalb Jahren werden sich laut Riß die Kosten von 16 700 Euro amortisiert haben. „Der wichtigste Aspekt ist jedoch, dass jährlich rund 14,5 Tonnen Kohlendioxidemissionen vermieden werden“, stellte er heraus. Auch die Anschlussnehmer der Biogasanlage in Igenhausen könnten in dieser Hinsicht „ein ruhiges Gewissen haben“.

Frisch eingetroffen seien die Messergebnisse der Bundesnetzagentur: Die elektromagnetische Strahlung, die vom Fernmeldeturm, beziehungsweise den dort angebrachten Handyfunkmasten, ausgeht, sei „weit unter den zulässigen Werten“. Riß hofft damit, die Bedenken aus der Bürgerschaft „aus dem Weg räumen“ zu können.

Die nächste Bürgerversammlung findet am Montag, 7. Februar, um 20 Uhr in Schönbach im Gasthaus Aechter statt.



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Veröffentlicht am 03.02.2011 17:08 Uhr




 

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