Hollenbach    

Wird Bürgermeister hauptamtlich?

Hollenbach - Jetzt gilt's: Wie berichtet, möchte Hollenbachs Bürgermeister Xaver Ziegler wissen, woran er ist. Der jüngste Bürgermeister des Landkreises ist bis Dezember 2019 in Elternzeit. Wie es danach beruflich für ihn weitergeht, liegt jetzt (auch ein wenig) in den Händen des Gemeinderats. Das Gremium soll am Donnerstag, 13. Dezember, entscheiden, ob der Bürgermeister weiterhin Ehrenbeamter oder ab 1. Mai 2020, also nach den nächsten Kommunalwahlen, Beamter auf Zeit und damit berufsmäßiger Bürgermeister sein soll. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.


Bürgermeister sei sein Traumjob, sagte Ziegler im Sommer. Weitermachen will er, möglichst im Hauptberuf, denn Bürgermeister nebenbei sei kaum zu schaffen.
Mit dieser Einstellung steht er nicht alleine da. Nicht lange ist es her, da änderten die Gemeinden Hilgertshausen-Tandern und Petersdorf den Status ihrer Gemeindeoberhäupter, und andere Praktiker im Ehrenamt sind wie Ziegler auch der Auffassung, dass die Aufgaben und Ansprüche immer umfangreicher und höher werden.
Die Entscheidung könnte möglicherweise Signalwirkung für andere Gemeinden in der Umgebung haben. Ehrenamtler sind derzeit neben Hollenbach (noch) die Gemeindechefs in Adelzhausen, Baar, Inchenhofen, Obergriesbach, Schiltberg, Sielenbach und Todtenweis. Josef Schreier (Schiltberg), Martin Echter (Sielenbach) und Josef Schwegler (Obergriesbach) haben bereits verkündet, dass sie 2020 nicht mehr antreten.
In Hollenbach ist das Thema berufsmäßiger oder nebenamtlicher Bürgermeister etwas belastet, in der Vergangenheit gab es schon beides: Zieglers Amtsvorgänger Hans Riß war von 1990 bis 1996 berufsmäßiger Gemeindechef; vor seiner Zeit, von 1966 bis 1990, leitete Rupert Reitberger als ehrenamtlicher Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde. Vor der Kommunalwahl 1990 setzte er im Gemeinderat durch, dass der nächste Rathauschef hauptamtlich arbeite. Überraschend gewann Riß die Wahl, und 1996 wurde das Gemeindeoberhaupt wieder ehrenamtlich. Daran hat sich bis jetzt nichts geändert, trotz Bürgerentscheid 2013. Damals stimmten fast 67 Prozent fürs Ehrenamt. Jetzt steht das Thema wieder auf der Tagesordnung.
Doch diese Angelegenheit ist nicht das Thema einzige der Sitzung am Donnerstag, 13. Dezember: Weiter sollen die Wasser- und Abwassergebühren angepasst, ebenso eine neue Hundesteuersatzung verabschiedet werden.
Dann steht noch ein Vorhaben der Energiebauern auf der Tagesordnung. Die Firma plant, in der Nachbarschaft des bereits bestehenden Solarparks in Hirschbach einen weiteren zu errichten. Laut Bürgermeister Ziegler wäre der etwa elf Hektar groß. Die Hirschbacher wissen schon Bescheid. Noch ein Solarpark in Hirschbach

Von Ines Speck


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Veröffentlicht am 07.12.2018 23:00 Uhr




 

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