Hollenbach    

Nächster Schritt zum Supermarkt

Hollenbach - Einen Schritt weiter Richtung Supermarkt und Gemeindebauhof am Ortseingang von Motzenhofen ist die Gemeinde Hollenbach. Die Gemeinderäte gingen in ihrer Sitzung am Donnerstagabend die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zum dazugehörigen Bebauungsplan und zur Änderung des Flächennutzungsplans durch und fällten einstimmig den Beschluss zur öffentlichen Auslegung des Entwurfs samt der eingearbeiteten Änderungen. Vier Wochen sind jetzt also Zeit, sich zu äußern. Abzuarbeiten waren doch einige Punkte, denn insbesondere die Regierung von Schwaben und das Landratsamt (die Fachbereiche Bodenschutzrecht, Naturschutz und Landschaftspflege) sowie das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth hatten Bedenken geäußert.

Bauchschmerzen bereiten den Verantwortlichen insbesondere die Beschaffenheit des Bodens - er enthält Torf und Arsen -, die Situierung des Supermarkts in der Krebsbachaue, einem "ökologisch sensiblen Talraum" (Landratsamt, Naturschutz und Landschaftspflege), sowie die "Wasserproblematik", wie es Planer Stephan Fritz ausdrückte.
Die Sondergebietsfläche Bauhof wird reduziert und aus dem Talraum zurückgenommen. Die Baugrenze verschiebt sich um acht Meter Richtung Süden und rutscht laut Fritz dorthin, wo kein Torf mehr sein dürfte.
Die Fläche zur Regenrückhaltung vergrößert sich, entstehen soll ein flaches (80 Zentimeter tief), naturnahes Regenrückhaltebecken, eine begrünte Erdmulde, die nicht in die Torfschichten und ins Grundwasser eingreift. Ein Vorschlag des Planers war zudem ein Monitoring während der Erdarbeiten. Sollte also wider Erwarten Wasser durch die Sohle drücken oder Torfschichten angegraben werden, sind die Bauarbeiten zu unterbrechen; dann muss eine Anpassung der Planung und Berechnung erfolgen.
Ausdrücklich wird die Formulierung der Festsetzung der Verkaufsfläche angepasst und auf eine maximale Gesamtverkaufsfläche von bis zu 1200 Quadratmeter begrenzt.
Um Sorgen um Auswirkungen auf das Orts- und Landschaftsbild zu zerstreuen, sieht der Bebauungsplan eine zweireihige Baumpflanzung im Süden, Osten und zwischen den einzelnen Sondergebietsflächen vor sowie zusätzlich Sträucher entlang der Grundstücksgrenzen.

Von Ines Speck


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Veröffentlicht am 14.09.2018 23:00 Uhr




 

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