Hilgertshausen    

Betroffene Gemeinderäte

Hilgertshausen (osj) Westlich der Münchner Straße in Höhe Ortsausgang Richtung Langenpettenbach soll Bauland geschaffen werden. Der Gemeinderat Hilgertshausen-Tandern möchte diesem Ziel mit einer Flächennutzungsplanänderung näher kommen.

Noch bevor der Landschaftsplaner Hans Brugger aus Aichach den Planentwurf für die Flächennutzungsplanänderung vorstellte, sorgte Gemeinderätin Christina Markert (Freie Wählergemeinschaft Hilgertshausen) für einen Paukenschlag: Markert forderte alle jene Gemeinderäte auf, die selbst Grundstücke in dem zu überplanenden Gebiet haben, den Sitzungstisch für die Zeit der Behandlung der Bauangelegenheit zu verlassen.

Der geschäftsleitende Beamte Hans Schweiger schritt ein. Er betonte, dass dies nicht notwendig sei, weil der Flächennutzungsplan nur eine vorbereitende Bauleitplanung aufweise. Dass eine ganze Reihe von Grundeigentümern betroffen ist, beweisen die zwölf Flurstücksnummern auf dem zu überplanenden Gebiet. Brugger erinnerte, dass ursprünglich sechs Flächen zur Diskussion standen. Ins Verfahren möchte man aber nur mit zwei Flächen gehen. Wegen der Bebauung in Hilgertshausen-Süd sei man sich mit den Grundeigentümern noch nicht einig, sodass nun mit der Fläche an der Münchener Straße gestartet werde. Hier ist ein allgemeines Wohngebiet geplant. „Im wassersensiblen Bereich würde ich von einer Bebauung abraten“, sagte Brugger.

Auf die Frage von Christina Markert erklärte Bürgermeister Hans Kornprobst, dass abgesehen von einem Grundstücksbesitzer alle anderen die Umwandlung in Bauland begrüßen. Man sei bemüht, die Kosten niedrig zu halten, so Kornprobst. Warum das Grundstück südlich der Michelskirchner Straße bei Brugger keine Berücksichtigung finde, fragte Gemeinderat Max Demmelmair (FWG). Brugger erklärte, dass hier mit Überschwemmungen zu rechnen sei. Deshalb könne man dieses Grundstück für eine Bebauung nicht empfehlen. Zweifel dran hatte der neue Gemeinderat Michael Lechner jun.: „Auf dieser Wiese war noch nie Wasser gestanden.“

Auf der von Brugger vorgesehenen Fläche soll zunächst das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes angestoßen werden. Bei der Beteiligung der Fachstellen könne man anhand der Stellungnahmen abschätzen, auf welche Aspekte man im Verfahren besonders achten müsse. Wenn die entsprechenden Änderungen vorliegen, sollte man sich näher mit dem Bebauungsplan befassen.

Dieses schrittweise Vorgehen helfe, unnötige Kosten zu vermeiden. Beim Bebauungsplanverfahren sei eine detaillierte Höhenaufnahme des Geländes notwendig. Im Stadium des Flächennutzungsplanes könne darauf dagegen noch verzichtet werden.



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Veröffentlicht am 24.02.2011 17:24 Uhr




 

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