Hilgertshausen    

Neue Kita für Hilgertshausen

Hilgertshausen - Dass aufgrund des stark sanierungsbedürftigen und räumlich beengten Kindergartens in Hilgertshausen ein Neubau her muss, hat das Gemeindeparlament ja schon im Dezember 2017 beschlossen. Man hat dafür das Gelände südlich der Grundschule ins Auge gefasst. In der jüngsten Sitzung ging es um die Festlegung des Bedarfs an Betreuungsplätzen, und da gingen die Meinungen doch auseinander.


Mit 12:5 Stimmen beschloss man schließlich der Empfehlung der Kindergartenaufsicht im Landratsamt zu folgen und einen Neubau zu planen, in dem drei Kindergarten-Regelgruppen, eine Integrationsgruppe und zwei Krippengruppen, davon gegebenenfalls eine als Flexigruppe, untergebracht werden können.
"Ich habe Probleme, so einem Beschluss zuzustimmen, weil ich die Relation nicht verstehe", sagte Hans Glas von der Bürgerliste Tandern und stellte fest, dass die vorgeschlagenen Gruppen doch nicht mit den Bevölkerungszahlen in Hilgertshausen und Tandern zusammenpassen. Auch die Kindergartenleiterin in Tandern, Gertrud Michalke, habe ihm erklärt, einige Zahlen zur Belegung des neuen Hauses nicht nachvollziehen zu können. "Ich sehe die Interessen des bestehenden Kindergartens in Tandern nicht im erforderlichen Maße berücksichtigt", unterstrich Glas. Josef Dunau von der CSU Tandern erklärte dagegen, dass es bei der Abstimmung doch um den Bedarf in Hilgertshausen geht und in Tandern eine spätere Nachrüstung jederzeit möglich ist. "Das Landratsamt ist doch eine Fachbehörde, die versucht, objektiv zu rechnen. Da kann man dann doch wohl sagen, dass die errechneten Bedarfszahlen realistisch sind", fand auch Dunaus Fraktionskollege Peter Schadl.
Weil die Berechnung der Betreuungsplätze je nach Gruppe verschieden sind und unterschiedliche Faktoren hier eine Rolle spielen, zeigte sich auch SPD-Gemeinderat Martin Güll verunsichert, ob die in der Sitzungsvorlage aufgeführten Belegungszahlen längerfristig ausreichen. "Die Aufsicht geht davon aus, dass Angebot Nachfrage schafft. Bei der Steigerung der Krippenplätze sollte auch Tandern berücksichtigt sein", so Güll. Bürgermeister Markus Hertlein (WG-Hilgertshausen-Tandern) erklärte, dass der nächste Schritt in der Kinderbetreuung sei, einen Gruppenraum in Tandern zu schaffen, der auch flexibel nutzbar sein soll. Man werde so auch für Tandern etwas Gutes tun, der gefasste Beschluss ist laut Hertlein durchaus zukunftsfähig, die Tanderner Kindergarten-Chefin, Gertrud Michalke, begrüße laut einem Gespräch mit dem Bürgermeister das Vorgehen der Gemeinde. Man dürfe sich jetzt aber nicht verzetteln, beim Neubau in Hilgertshausen sei man schließlich an das öffentliche Vergaberecht gebunden. Im Streit um die Belegungszahlen erklärte Isabel Kühnl (WGHT), dass es in den beiden vorhandenen Kindergärten komplett verschiedene Konzepte gibt. Bislang habe man nie von Krippen-Gruppen in Tandern gesprochen, noch brauche man keine eigene Krippen-Gruppe in Tandern. Wie der Bürgermeister ausführte, habe die Verwaltung die künftige Bevölkerungsentwicklung für die nächsten zehn Jahre unter Berücksichtigung angedachter Neubaugebiete abgeschätzt. Die Zunahme der Einwohner werde in den nächsten zehn bis zwölf Jahren rund 400 Personen betragen.
Von Josef Ostermair Mehr dazu lesen Sie in der Ausgabe der AICHACHER ZEITUNG vom 22. November 2018.


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Veröffentlicht am 21.11.2018 23:00 Uhr




 

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