Dialektwoche    

Oachma Zeidung auf Boarisch

Die Aichacher Zeitung erscheint auf Bairisch! Vom 8. bis 17. Mai werden Meldungen, Reportagen, Kommentare und Anzeigen im Dialekt geschrieben sein. Der Grund: Die traditionsreiche Heimatzeitung feiert ihren 150. Geburtstag. Mit ihrer bislang einzigartigen Dialektwoche will sie ihre Verbundenheit mit dem Landstrich zum Ausdruck bringen, aus dem sie seit 1865 berichtet.

Was bitte ist ein Lealschneider? Und wie sieht ein Baby aus, das freaslt? D Geheimnsse der Mundart zwischen Pöttmes und Altomünster, Aindling und Schiltberg lüftet die Aichacher Zeitung während ihrer Dialektwoche. Vom 8. bis 17. Mai erscheinen Meldungen, Reportagen, Kommentare und Anzeigen im Dialekt. Eine kleine Auswahl der Mundartgeschichten sind hier nachzulesen und zu hören: Sie wurden von „Muttersprachlern“ als Audio-Files eingelesen.

Mit ihrer auch überregional einzigartigen Dialektwoche will die „Oachma Zeidung“ ihre Verbundenheit mit dem Landstrich zum Ausdruck bringen, aus dem sie seit 150 Jahren berichtet. Das Vorhaben ist ehrgeizig. Das Aichacher Land gilt als eine der härtesten Sprachgrenzen Deutschlands. Der Lech trennt die Schwaben im Westen von den Oberbayern im Osten. Im Laufe der Jahrhunderte kam es freilich zu sprachlichen Übergriffen. Es entwickelten sich Dialekte, die sich innerhalb weniger Kilometer deutlich unterscheiden.

Für die Redaktion war das Projekt eine Herausforderung. Zum einen, weil nicht alle der Redaktionsmitglieder tatsächlich Bairisch sprechen; zum anderen, weil man sich zur Verschriftlichung auf eigene, druck- und lesbare Regeln einigen musste. Verleger und Chefredakteur Thomas Sixta: „Dass wir es mit der Schreibweise nicht allen recht machen können, wissen wir von der Reaktion auf einzelne Artikel, die wir in der Vergangenheit schon mit und über Dialekt abgedruckt haben. Die insgesamt sehr positive Resonanz hat uns jedoch veranlasst, zu unserem Jubiläum komplette Dialektseiten zu veröffentlichen. Wir hoffen damit auch die Diskussion zum Erhalt der heimatlichen Sprache anzuregen.“

Publikationsreihenfolge:

Freitag, 8. Mai
„Jeder Dorfdialekt ist gleich richtig“: Interview mit Sprachforscher Prof. Dr. Werner König
Wie reden wir? Im Aichacher Land mischen sich Bairisch und Schwäbisch
 
Samstag, 9. Mai              
Aus Pöttmes: „Der is ma auf d’Zeacha gschtieng, aba scho wia!“ – ein Gespräch mit Elfriede und Leo Dantmann, den Vortänzern der Pöttmeser Volkstänzer

Montag, 11. Mai             
Aus Kühbach und dem Holzland: eine Geschichte über den „Fritsch“, den Kramerladen von Schiltberg

Dienstag, 12. Mai           
Aus Affing mit einer Homestory mit Marian von Gravenreuth, dem „Barou, der koa Boarisch kou“

Mittwoch, 13. Mai         
Aus Altomünster ein Einblick in die Bierkultur in Altomünster: „Ozapft is!“

Donnerstag, 14. Mai     
Aus Augsburg ein Report über den geplanten bayerischen Technologiepark zur Ressourcenschonung: „Mir spara vo Afang aa“

Samstag, 16. Mai            
Aus Aichach mit einem Portrait der Klingener Mundartdichterin Rosy Lutz und ihrer Erzählung, wie der Jagawirt von Tandern vatikanischer Hofmetzger wurde

 


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Veröffentlicht am 07.05.2015 12:50 Uhr




 

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