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Prozess gegen Groß-Gastronom

Ein Groß-Gastronomen aus dem Wittelsbacher Land steht derzeit wegen Insolvenzverschleppung, Betrung und Veruntreuung von Arbeitsentgelt vor Gericht. Das Finanzamt hatte ein Insolvenzverfahren für das Unternehmen beantragt, das der 56-Jährige als Geschäftsführer leitet. Die Steuerschulden seiner GmbH waren auf 250000 Euro aufgelaufen.

Der Wirt muss sich vor dem Augsburger Schöffengericht verantworten. Dabei geht es auch um mehr als 100000 Euro, die die GmbH unter anderem Brauereien, seinem Steuerberater, einem Hausmeisterdienst und einem Zeltverleih schuldet. Der Angeklagte habe immer neue Aufträge erteilt, obwohl erwusste, dass er nicht bezahlen konnte, lautet der Vorwurf.
Der Festwirt und Hotelier gibt an, er habe vielleicht zu lange geglaubt, alles werde gut ausgehen. Jedoch wurde er bereits 1999 wegen Abgabenhinterziehung verurteilt, 2003 wegen Einschleusung ausländischer Arbeitskräfte und 2007 wegen Vorenthalts von Arbeitsentgelt. Er hat vor einigen Jahren Privatinsolvenz angemeldet, seine Immobilien (Gasthof, Metzgerei, Hotel und anderes) wurden bereits 2003 verkauft, die Gastwirtschat wird in Pacht betrieben.
Der Prozess wird am 25. November fortgesetzt.


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Veröffentlicht am 06.11.2013 08:22 Uhr




 

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