Dasing    

Nagl will Nägel mit Köpfen

Dasing – Dasings Bürgermeister Erich Nagl (FWD) will beim interkommunalen Gewerbegebiet zwischen Laimering und Gallenbach in diesem Frühjahr Nägel mit Köpfen machen: Dann soll ein Bebauungsplan-Entwurf vorliegen, und damit könne er Firmen, die sich dort ansiedeln wollen, konkrete Angebote machen, sagte er auf der Bürgerversammlung im Saal des Bäckerwirts.

<p>Nagl will Nägel  mit Köpfen </p>

Seit 2008 seien bei ihm viele Anfragen zu Gewerbeansiedlungen eingegangen, berichtete Nagl auf Anfrage des ehemaligen Gemeinderats Franz Hanglberger. Unternehmensnamen wolle er nicht nennen, bevor es Verträge gebe, aber es seien interessante, namhafte Firmen darunter, die auch Zulieferer nach sich ziehen könnten. Das Gewerbegebiet wird von einer Projektgesellschaft im Auftrag von Dasing und der Stadt Aichach entwickelt und vermarktet. Viele Flächen sind laut Nagl noch in Privatbesitz.

Vor allem wegen des interkommunalen Gewerbegebiets will Nagl die Dasinger Kläranlage in diesem Jahr auf 15 000 Einwohnergleichwerte erweitern. Weitere größere anstehende Bauprojekte sind nach seinen Worten die Schaffung einer Mittagsbetreuung in der Schule, die Erweiterung der Außenfläche der Wessiszeller Kindertagesstätte, die Sanierung zweier Brücken über den Unterzeller Bach und die Paar im Verlauf der alten B 300 sowie die Renovierung und der Ausbau des Rathauses. Nagl will weiter auf mehr Lärmschutz an der A 8 drängen, nachdem Messungen in Laimering und Tattenhausen deutliche Überschreitungen der Nacht-Grenzwerte ergeben haben. Eine Messung im Kernort Dasing soll noch folgen. Nagl sagte, er sei mit der Autobahndirektion Südbayern im Gespräch. Falls Zuschüsse gewährt werden, will er auch auf Kosten der Gemeinde tätig werden. Er rechnet allerdings mit langwierigen Verhandlungen.

Energie in Form von Windkraftanlagen soll in Dasing in erster Linie von Einheimischen gewonnen werden. Der Bürgermeister zeigte sich erleichtert, dass es im Gemeindegebiet viele Ausschlussgebiete gibt, sodass Investoren von außerhalb nicht in großem Stil aktiv werden könnten. Da der Bau von Windrädern als privilegiertes Vorhaben gilt, könnte die Gemeinde sonst dagegen kaum einschreiten.

Franz Hanglberger regte an, einen Regenschutz für Zuschauer auf dem Fußballplatz der Freizeitanlage zu schaffen. So etwas gebe es in den meisten Nachbargemeinden. Nagl berichtete, darüber sei schon nachgedacht worden. Es gebe einen Interessenten, der eine solche Überdachung mit einer Fotovoltaikanlage kombinieren würde. Die Gemeinde wolle so etwas lieber selbst bauen; in Gesprächen mit dem TSV Dasing sei es aber zu Verzögerungen gekommen.

Dasing hatte Ende vergangenen Jahres 5652 Einwohner, 60 mehr als im Vorjahr. Es gab 39 Geburten und 37 Todesfälle. Der Einwohnerzuwachs rührt also vor allem von Zuzügen her. Die Zahl der Schüler ist auf 315 gesunken, da immer mehr Kinder auf weiterführende Schulen gehen. Statt einem Drittel wie vor einigen Jahren bleibe jetzt nur noch ein Viertel auf der Hauptschule in Dasing. Die Schulden der Gemeinde sanken vom Höchststand 8,9 Millionen (2008) auf 5,6 Millionen Euro. Die Zahl der Bauanträge stieg von knapp 60 (2008) auf etwa 80.

Zweite Bürgermeisterin Anne Glas (Aktive Bürger) rief die Bürger zu reger Teilnahme am Projekt Paarkunst auf, an dem inzwischen sieben Kommunen entlang der Paar teilnehmen. Sie sprach sich für einen Kompromiss bei der geplanten Erhöhung der Kreisumlage aus. Dass der Kreis im vergangenen Jahr 4,8 Millionen Euro in die Rücklage einstellen konnte, zeige, dass sie eigentlich nicht nötig sei.

Von Andreas Alt

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Veröffentlicht am 30.01.2012 17:17 Uhr


 

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