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Aufruf zum Dialog

Laimering - Bei der Jahreshauptversammlung des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung (VLF) am Freitag im Gasthaus Asum zeigte der Präsident der Landesanstalt für Landwirtschaft, Jakob Opperer, Perspektiven für die bayerische Landwirtschaft bis 2030 auf. In einem schwierigen Umfeld müsse der Wandel mit Fachwissen, Kompetenz und Selbstbewusstsein gestaltet und auch in der Öffentlichkeit vertreten werden. Gleichwohl sei ein Blick in die Zukunft immer mit gewissen Risiken verbunden, denn Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft seien ständigen Änderungen ausgesetzt.

Als Beispiele nannte Opperer den ungebremsten Klimawandel und die Marktmachtverhältnisse, die fortschreitende Digitalisierung sowie die Zersplitterung der Gesellschaft, immer weniger Menschen würden über die Zusammenhänge in der Landwirtschaft Bescheid wissen, oftmals würden die Bauern zu Sündenböcke für alles gemacht. So gebe es keine genauen Prognosen, man könne jedoch Vorsorge treffen, um in kritischen Situationen bestehen zu können, ermunterte der Referent. Dazu brauche es fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten, um sich ständig weiterzuentwickeln. Der Verband für landwirtschaftliche Fachbildung leiste dazu einen sehr wichtigen Beitrag.
Josef Lindemeyer, der Vorsitzende des VLF, verwies auf einen ständigen Rückgang der landwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis, die immer mehr mit Bürokratie und Auflagen sowie einer kritischen Bevölkerung zu kämpfen hätten. Doch mit Stolz könne der Verband, der sich bereits seit 90 Jahren für Fort- und Weiterbildung im Agrarbereich bemüht, zurückblicken. Jakob Opperer nannte in seinem Referat wichtige Kernpunkte für den Landwirt: die Beherrschung der Produktionstechnik mit der Nutzung des züchterischen Fortschrittes, die Verfeinerung des Produktionsmitteleinsatzes und eine energie- und bodenschonende Mechanisierung, weiterhin ein ökonomisches Denken mit einem Mix an Sicherheit und Risikobereitschaft und marktgerechtes Verhalten mit Netzwerkbildung und Öffentlichkeitsarbeit, somit eine breitere Aufstellung des Betriebes mit Dienstleistungen. Die Bauern dürften sich nicht alles in die Schuhe schieben lassen, sie sollten zum Dialog in der Familie, im Berufsstand und mit der Öffentlichkeit bereit sein und mutig den eigenen Weg gehen und neue Herausforderungen annehmen. Von Franz Hofner


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Veröffentlicht am 10.02.2019 23:00 Uhr




 

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