Dasing    

Schwieriges Jahr für den Wald

Dasing - Bei der Jahreshauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Friedberg im vollen Bäckerwirtsaal beklagte Vorsitzender Anton Späth-Wernberger die angespannte Situation auf dem Holzmarkt. 2018 war ein schwieriges Waldjahr: Dürre, Borkenkäferbefall und Stürme führten zu großem Schaden.

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War man zum Ende des vergangenen Jahres mit einem Holzpreis von rund 88 Euro je Festmeter gestartet, so liegt der Preis für das Fichtenleitsortiment jetzt bei 75 bis 76 Euro je Festmeter. Für Käferholz gibt es einen Abschlag von 20 bis 25 Euro. Insgesamt betrugen die Vermarktungszahlen bei der Forstbetriebsgemeinschaft 28 600 Festmeter Holz, davon rund 7000 Festmeter Käferholz. Der Gesamtumsatz betrug 2,18 Millionen Euro.
Auch die neu abgeschlossenen Verträge brächten keine zufriedenstellende Preise, erklärte Geschäftsführer Anton Wittmann. Der Preisdruck auf dem Rundholzmarkt sei enorm, trotz einer konjunkturell guten Nachfrage auf dem Schnittholzmarkt. Abgeschlossen wurden die Verträge für das Fichtenleitsortiment mit 75 Euro je Festmeter, für Fichtenlangholz mit 80 bis 85 Euro. Doch dafür sei der Markt nur begrenzt aufnahmefähig. Die Nachfrage nach Faserholz blieb stabil, dafür gibt es 32,50 Euro je Raummeter. Durch die Trockenheit kam es auch bei den Neuanpflanzungen zu einem hohen Ausfall. Auch die Holzabfuhr verlief schleppend.
858 Mitglieder hat die Forstbetriebsgemeinschaft zur Zeit, 36 Waldpflegeverträge wurden abgeschlossen.
Forstbereichsleiter Ralf Gang vom Amt für Landwirtschaft und Forsten, stellte fest, wenn es so weitergehe, müsse man sich um die Zukunft des Waldes Sorgen machen. In Zeiten des fortschreitenden Klimawandels sei es wichtig, den Waldumbau voranzutreiben.
Diese Offensive sei ein wichtiger Teil des Waldpaktes der Staatsregierung, erklärte Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko. Dafür werde im Haushalt über 200 Millionen Euro mehr Förderung zur Verfügung gestellt. Tobias Mette von der Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft hob in seinem Fachvortrag hervor, dass die extremen Trockenjahre ein erhöhtes Risiko für die Wälder bedeute, insbesondere für die Fichtenbestände. Klimaverträgliche Baumarten seien Tanne, Kiefer und Laubbaumarten.

Von Franz Hofner Mehr dazu lesen Sie in der Ausgabe der AICHACHER ZEITUNG vom 4. Dezember 2018.


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Veröffentlicht am 03.12.2018 23:00 Uhr




 

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