Auf Privatgrund bauen
Baar – Zu seiner ersten Sitzung im neuen Jahr kam der Baarer Gemeinderat am Donnerstagabend zusammen. Dabei beherrschten Bauangelegenheiten die Tagesordnung. So wird in Kürze wieder neues Bauland zur Verfügung stehen, diesmal allerdings aus privater Hand.
Nachdem bei der öffentlichen Auslegung keine Einwände von Bürgern eingingen und das Landratsamt lediglich darauf hingewiesen hatte, dass auf den unbebauten Grundstücken nach wie vor Baurecht besteht, hob der Gemeinderat den Uralt-Bebauungsplan Unterbaar-Ost einstimmig auf. Damit unterliegen Bauwillige am Försterberg dem Paragrafen 34 des Baugesetzes, der eine Einfügung in die bestehende Bebauung fordert.
Gegen die Stimme von Gottfried Denkel entschied das Gremium, dem Antrag von Regina Huber auf Erstellung eines Bebauungsplanes für eine Fläche „Am Speckfeld“ zu folgen. Wie bereits in nichtöffentlicher Sitzung diskutiert, soll auf der momentan nur teilweise zum Dorfgebiet gehörenden Fläche in Unterbaar, nördlich des Friedhofes, ein Baugebiet entstehen.
Über einen städtebaulichen Vertrag gehen die Kosten zu Lasten der Antragstellerin, während die Gemeinde die Planungshoheit behält. Denkel bedauerte, dass es der Gemeinde nicht gelungen sei, sich Bauland zu erschwinglichen Preisen zu sichern: „Ich bin da nicht glücklich und werde deshalb nicht zustimmen.“ Dem hielt Bürgermeister Leonhard Kandler entgegen, dass die 1,5 Hektar für die vielen Interessenten wohl nicht ausreichen werden und keine andere Möglichkeit bestehe, den vielen jungen Paaren zu einem Bauplatz zu verhelfen.
Zum wiederholten Male musste sich der Baarer Gemeinderat mit einer außerhalb der Baugrenzen befindlichen Fläche von Hermann Reichard befassen. Diesmal war die Erweiterung eines Schuppens angedacht. Erst im Vorjahr hatte die Gemeinde mittels einer Ortsrandssatzung der Lagerung von Brennholz und landwirtschaftlichen Geräten zugestimmt und schon seinerzeit signalisiert: „Mehr geht absolut nicht“. Hierauf bezog sich Florian Reiter und meinte: „Das ist Salamitaktik. Der Gemeinderat lässt sich nicht an der Nase rumführen.“ Ohne größere Diskussion versagte das Gremium einstimmig das Einvernehmen. Ebenfalls Einigkeit herrschte zu den Umbauplänen des Gasthauses Bachmeir in Heimpersdorf.
Beschlossen wurde außerdem, dass für die ausgeschiedene Kunigunde Ruisinger Egon Christl als Stellvertreter in der VG-Mitgliederversammlung nachrückt. Im Rechnungsprüfungsausschuss wird Christl Gottfried Denkel vertreten.
Bereits 35 Jahre hat der Rasenmäher des Sportvereins Baar auf dem Buckel. Eine Reparatur des defekten Geräts ist unwirtschaftlich, und ein neues kostet zwischen 10 000 und 12 000 Euro. Dem vorliegenden Zuschussantrag über 15 Prozent der Kosten stimmten die Räte zu.
Unter Kenntnisnahmen verlas Bürgermeister Leonhard Kandler Glückwünsche aus Bar in Ungarn, verbunden mit der Einladung zum Besuch im kommenden August.
Von Wilhelm WagnerVeröffentlicht am 13.01.2012 16:36 Uhr
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