Baar    

Der Biber macht Sorgen

Baar (ad) Mit Bauvorhaben der Gemeinde beschäftigte sich der Baarer Gemeinderat in seiner jünsten Sitzung. Als vor zehn Jahren der Waldsportplatz gebaut wurde, musste einiges an Erdreich abgefahren werden. Nachdem man gleichzeitig für die Hochwasserrückhaltung am Zeller Bach mit der baldigen Baugenehmigung rechnete, lag es also nahe, das bestens geeignete Material gleich dort wieder zu verwenden. Allerdings war seinerzeit nicht abzusehen, dass sich die ursprünglich nur für wenige Monate geplante Zwischenlagerung bis zum heutigen Tage hinziehen würde.

Nun fordert das Landratsamt einen Plan, zu dem sich die Räte jedoch noch nicht durchringen konnten. „Wir sollten zunächst mit dem Grundstückseigentümer über die weitere Nutzung verhandeln“, war die Ansicht von Gottfried Denkel, der das Gremium folgte und die Entscheidung somit vertagte.

Für Diskussionsstoff sorgte anschließend die Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamtes zum Gewässerunterhalt. Da hierfür die Gemeinde zuständig ist, die Baarer Jagdgenossen aber beantragten, die Pflege selbst zu übernehmen, sollte eine gemeinsame Begehung mit der Behörde festlegen, was gepflegt werden soll. Die nun vorliegende Stellungnahme bezeichnet die Baarer Bachläufe zwar als in Ordnung, wünscht sich aber mehr Gehölz entlang der Ufer.

Nicht ganz einverstanden zeigte sich Josef Weinbaur. Der Biber sorge mit seinen Grabungen für die Verlandung der Bachläufe, womit weniger Wasser abfließe. Zudem besteht die Gefahr, dass jemand in einen Biberbau einbreche. „Drainagegräben sind keine Bibergewässer“, urteilte Weinbaur. Als nicht zufriedenstellend bezeichnete auch Gottfried Denkel den vorliegenden Schriftsatz, zumal das weitere Vorgehen in Sachen Gewässerpflege nicht festgelegt ist. Zu diesem soll nun ein Gespräch mit den Jagdgenossen mehr Klarheit bringen.

Ohne Gegenstimme passierte der Zuschussantrag des Volksbundes Deutsche Kriegsgräber als letzter Tagesordnugnspunkt das Gremium.

Zu den von Johann Riedelsheimer geschilderten Klagen von Bürgern zum Winterdienst verwies der Gemeindechef auf den festgelegten Räum- und Streuplan, der Bergstrecken und Schulwegen oberste Priorität einräumt. Zudem habe man vor längerem innerorts den eingeschränkten Winterdienst beschlossen.



Ausführliche Nachrichten aus dem Wittelsbacher Land, aus Bayern und der Welt im E-Paper der Aichacher Zeitung. Hier bestellen.

Veröffentlicht am 21.01.2011 16:40 Uhr




 

Drucken   Speichern   Senden    Leserbrief