Baar    

Baar bessert nach

Baar – Eine klare Angelegenheit, ohne große Diskussion, waren die Entscheidungen des Baarer Gemeinderates in der Sitzung am Donnerstag. Zunächst stellte Kämmerer Alois Helfer den ersten Nachtragshaushalt in seiner 20-jährigen Tätigkeit vor. Dieser ist nötig, um den zum 31. Dezember auslaufenden Vertrag mit der Firma Bayerngrund abzulösen, was, wie Helfer betonte, aufgrund weiter auflaufender Kosten unter dem Strich günstiger ist.

Dafür kommen auf die Gemeinde insgesamt 360 000 Euro an Aufwendungen zu, die zumindest teilweise eine neuerliche Kreditaufnahme erfordern. Bis zur Weihnachtssitzung will der Kämmerer hierzu Klarheit schaffen. Ohne Gegenstimme, Josef Weinbaur fehlte entschuldigt, nahm das Gremium den Nachtragshaushalt an.

Ebenfalls ohne Einwände passierte der Tekturplan von Stefan Loderer das Gremium. Er darf damit ein bestehendes Stallungsgebäude zum Pferdestall umbauen. Dem Landratsamt war aufgefallen, dass für ein als Obstgarten genutztes Grundstück im Außenbereich keine Planunterlagen vorliegen. Der Besitzer folgte mit seinem Tekturplan, der gegen die Stimmen von Gottfried Denkel und Kunigunde Ruisinger durchgewunken wurde, der Aufforderung zur Vorlage.

Gegen den geplanten Energiewald bei der Oberperlmühle hat der jetzige Pächter der Fläche Widerspruch eingelegt und diesen mit der Gefährdung von Wasser- und Drainageleitungen begründet. Die Räte waren sich einig, den Widerspruch an die Planungsbehörden weiterzuleiten. Gleichzeitig soll Bürgermeister Leonhard Kandler als Vermittler zwischen Grundstückseigentümer und Pächter zur Verfügung stehen, um durch Flächentausch beiden Seiten zu helfen.

Grünes Licht bekam die Freiwillige Feuerwehr, die zwei Atemschutzgeräte aufgrund ihres hohen Alters und nicht beschaffbarer Ersatzteile ersetzen will. Kosten: 4500 Euro.

Wie schon in anderen Orten lag auch in Baar ein Zuschussantrag der Dorfhelferinnen und Betriebshelfer in Höhe von zehn Cent pro Einwohner vor, dem die Räte einstimmig entsprachen.

Ebenso ohne Gegenstimme passierten die Zuschussanträge des Sportvereins für 2009 und 2010 das Gremium. Für die Mitbenutzung der Mehrzweckhalle durch die Schule, die Pflege des Sportplatzes und als Förderbeitrag der 169 beziehungsweise 157 Jugendlichen kann sich der SV auf 2017 und 1927 Euro an Zuschüssen freuen.

Von Willi Wagner

Arge Sorgen bereitet in Baar zur Zeit der Winterdienst, zumal der Räumschlepper wegen Kupplungsdefekt außer Betrieb ist und Ersatzteile erst Anfang nächster Woche zur Verfügung stehen. Auch erfreuen sich die aufgestellten Streubehälter großer Beliebtheit. „Am frühen Morgen aufgefüllt und am Abend schon wieder leer“, beschrieb Bürgermeister Kandler die Situation. Viele Privatleute würden sich hier unberechtigterweise bedienen, weshalb man sich nun entschloss, die leeren Streukisten nicht mehr aufzufüllen und die Kisten am Friedhof abzusperren.



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Veröffentlicht am 17.12.2010 17:12 Uhr




 

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