Ein Ständchen für den Papst
Baar (ad) Wo sie auftreten, sorgen die Baarer Alphornbläser für Aufsehen. Hauptgrund dafür dürfte der „etwas besonderen Musik“ sein. Tatsächlich waren die Bläser im zehnten Jahr ihres Bestehens so aktiv wie noch nie.
Auf 31 Mitglieder ist der Verein angewachsen. Jetzt zog Vorsitzender Lorenz Klostermair bei der Jahresversammlung eine überaus positive Bilanz. Die erfreulichste Meldung gab es für die Aktiven, denn nach einem Weggang konnten zwei Neuzugänge verzeichnet werden, womit Klostermairs Traumbesetzung von acht Alphörnern (jede Stimme doppelt besetzt) erreicht ist.
Nach den von Hildegard Klostermair vorgelegten Berichten zum Kassenstand und dem Protokoll der vorangegangenen Versammlung gab es einen Rückblick auf die wahrgenommenen Termine. Deren 33 waren es an der Zahl, die von Geburtstagsständchen und Hochzeiten über eine Primiz und den Augsburger Christkindlmarkt bis hin zum Großkonzert des ASM und verschiedenen Alphorntreffen reichen.
Die besondere Beliebtheit der Baarer Alphornbläser führt Lorenz Klostermair auf das nicht alltägliche Repertoire seiner Truppe zurück. Während sich die übliche Alphornmusik auf Choräle und getragene Weisen beschränke, beschreite man in Baar andere Wege, um damit auch die Jugend zu erreichen. Tatsächlich klingen Walzer oder Polka von Alphörnern gespielt zwar ungewöhnlich, sind aber durchaus hörenswert. Sogar Schlager sind kein Problem. Mit „Rivers of Babylon“ heimsten die Baarer Alphornbläser schon tosenden Applaus ein.
An dieser Strategie will Lorenz Klostermair festhalten. Diverse Stücke seien in Vorbereitung. Und noch mehr Großes hat man vor. So stehen Alphorntreffen in Besigheim und Bad Nauheim im Terminkalender. Den absoluten Höhepunkt dürfte jedoch die Fahrt nach Rom mit Audienz beim Papst vom 5. bis 10. April darstellen.
Veröffentlicht am 08.03.2010 16:58 Uhr
| |




