Augsburg    

"Großwetterlage weiter sehr gut"

Augsburg - "Die Lage ist nicht nur gut, sie ist sehr gut." Der Präsident der schwäbischen Industrie- und Handelskammer (IHK), Andreas Kopton, präsentierte gestern das Ergebnis der Herbst-Konjunkturumfrage. Man befinde sich, so sein Tenor, immer noch in der längsten Hochphase seit Jahrzehnten - mittlerweile im neunten Jahr.

augsburg-ihk-konjunkturumfrage

Dreimal jährlich bittet die IHK eine repräsentative Stichprobe ihrer Mitgliedsunternehmen um eine Einschätzung der aktuellen und zu erwartenden Geschäftslage. Traditionell fällt das Statement im Herbst etwas verhaltener aus als im Frühjahr, das stets von Aufbruchstimmung geprägt ist. 682 Unternehmen aus Industrie und Handel, große wie kleine, antworteten zwischen August und Mitte September, berichteten über Umsätze und Pläne. Heraus kam: "Das Wachstumstempo wird weniger. Das heißt aber nicht, dass wir langsamer werden. Wir beschleunigen lediglich nicht mehr", sagte IHK-Präsident Andreas Kopton.
Der Konjunktur-Index ist um acht Punkte auf 132 zurückgegangen. Die vollen Auftragsbücher, so Kopton, ließen jedoch hoffen, dass sich "hinter den leichten Bremseffekten" keine Kehrtwende verberge.
Die Menschen sind bereit, Geld auszugeben. Das liegt laut Kopton an der hohen Beschäftigungsquote und den niedrigen Zinsen. Weiterhin der Gewinner der Hochkonjunktur ist die Baubranche, die hohe Zufriedenheit, sehr hohe Auslastung und eine entsprechende Preisentwicklung auszeichnen. Die Wachstumsimpulse kommen aus dem Wohnungsbau. "Die wissen gar nicht mehr wohin mit ihrer Glückseligkeit", fasste es Christine Neumann vom Fachbereich Wirtschaftsanalysen zusammen. 83 Prozent der befragten Betriebe aus der Baubranche schätzten ihre Geschäftslage als gut ein, 15 Prozent gaben "befriedigend" an und nur zwei Prozent "schlecht".

Von Monika Grunert Glas


Ausführliche Nachrichten aus dem Wittelsbacher Land, aus Bayern und der Welt im E-Paper der Aichacher Zeitung. Hier bestellen.

Veröffentlicht am 14.10.2018 23:00 Uhr




 

Drucken   Speichern   Senden    Leserbrief