Augsburg    

"Uns interessiert nicht, wer hier Cappuccino trinkt"

Augsburg - Während sie für einige längst überfällig ist, halten sie andere für Geldverschwendung: die Videoüberwachung des Königsplatzes. Die Polizei nannte gestern in einer Pressekonferenz die Gründe für das Projekt und erläuterte, wie sie es umsetzen möchte.


Der Termin findet in einem hellen Konferenzraum im Polizeipräsidium Schwaben Nord statt. Zahlreiche Zeitungen, Fernseh- und Radiosender sind vertreten. Auch das spiegelt das öffentliche Interesse an diesem Vorhaben wider. "Warum hat sich die Polizei entschieden, am Königsplatz zu videografieren?": Mit dieser Frage eröffnet Polizeipräsident Michael Schwald. Einer Frage, die seit Montag in Augsburg diskutiert wird. Da hatte die Polizei ihre Entscheidung pro Kameras publik gemacht.
Als Hauptursache nennt er die zunehmenden Straftaten am Königsplatz. Seit 2014 haben sie sich laut Schwald verdreifacht. Besonders sogenannte Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen haben zugenommen. Das sei allerdings daran festzumachen, dass der Königsplatz damals noch eine Baustelle war. Jedoch, fügt Polizeioberrat Christian Mergel hinzu, sei auch von 2016 auf 2017 die Anzahl von Straftaten um 100 gestiegen. Das sage die Kriminalitätsstatistik aus.


Von Helene Kuhn


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Veröffentlicht am 10.12.2017 23:00 Uhr




 

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