Augsburg    

Ein verlorenes Paradies

Augsburg - Seit Jahrzehnten gilt dem Lech und dessen Degradierung vom wilden Alpenfluss zum kanalartigen Gewässer sein kritisches Auge: Eberhard Pfeuffer - langjähriger und verdienstvoller Vorsitzender des Naturwissenschaftlichen Vereins für Schwaben - publizierte in einer historischen Bilddokumentation die längst verlorene Flusslandschaft zwischen der vorarlberg'schen Roten Wand - dem Quellgebiet des Lechs - und dem Auengebiet südlich von Augsburg. Und dabei hatte er großes Glück.

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Er konnte aus dem fotografischen Fundus des 1991 verstorbenen Augsburger Natur- und Lechforschers Heinz Fischer - der zwischen 1936 und 1957 mehr als 900 Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Lech-Flusslandschaft gefertigt hatte - die Highlights publizieren.
Etwas kommt noch hinzu: Zu seiner Dokumentation gehören auch einmalige Aufnahmen von Heinz Fischers Vater Anton, der als anerkannter Ornithologe bereits in der Zeit ab dem Ersten Weltkrieg bis in die 1920er Jahre hinein insbesondere die Vogelwelt des damals noch unverbauten Lechs wissenschaftlich und fotografisch erfasste.

Der von Eberhard Pfeuffer publizierte Bildband "Der ungebändigte Lech - Eine verlorene Landschaft in Bildern" ist im Augsburger Wißner-Verlag erschienen.

Von Dr. Heinz Münzenrieder


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Veröffentlicht am 29.05.2016 23:00 Uhr




 

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