Altomünster    

Dachauer Bauern genauer schauen

Altomünster - Im Mittelpunkt der neuen Ausstellung im Museum Altomünster steht der vielfach karikierte "Dachauer Bauer". Für die Schau hat Robert Gasteiger seine Sammlung zur Verfügung gestellt. Museumschef Wilhelm Liebhart zufolge "gibt es keinen bedeutenderen Sammler in diesem Bereich".

"Bayern ist das fruchtbarste Land Deutschlands, und es gibt hier die trolligsten Figuren der Welt", zitierte Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler in seiner ebenfalls knapp gefassten Festrede. "Von München aus hat man früher in den Norden, also ins Dachauer Land geschaut, das Interesse für den Süden kam erst viel später", betonte er. Das würde auch begründen, warum der Dachauer Bauer in seiner unverkennbaren Tracht, mit seinen derben Sprüchen und seiner Schlitzohrigkeit bei allen Künstlern ein beliebtes Objekt war und sogar in die Musik seinen Einzug fand. Sicherlich sei manches sehr übertrieben dargestellt worden, doch sei gerade das die Freiheit der Karikatur, mit der sich so mancher Künstler an den Rand des Geschmacks oder gar des Takts begeben habe. Stellvertretender Landrat Edgar Forster meinte, er habe extra die "Dienstkleidung" vergangener Jahrzehnte, also Gehrock, lange Lederhosen und Faltenstiefel, angezogen, um stilecht zu dieser Ausstellung zu kommen und die besten Grüße des Landrats zu übermitteln. Robert Gasteiger hatte dann noch einige deftige Zitate aus dem Begleitkatalog zur Ausstellung auf Lager, bevor er Wilhelm Liebhart mit seinem Team dafür dankte, dass sie das Organisatorische wieder hervorragend gemeistert haben.

Zu sehen ist die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Museum von Mittwoch bis Samstag von 13 bis 16 Uhr und an den Sonntagen von 13 bis 17 Uhr bis 6. August.

Von Gisela Huber


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Veröffentlicht am 08.09.2017 23:00 Uhr




 

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