Aindling    

Dirndl-Kauf wird bezuschusst

Aindling - Im konkreten Fall ging es im Aindlinger Gemeinderat um rund 350 Euro, bei der Diskussion um einen Zuschuss für den Burschenverein aber ums Prinzip. Die Aindlinger Burschen möchten Dirndl anschaffen und baten die Gemeinde um einen Zuschuss, den sie am Ende auch erhielten. Eigentlich keine große Sache. Doch was soll die Gemeinde alles fördern? Was decken die Richtlinien ab? Was ist gerecht?

Wie Bürgermeister Tomas Zinnecker erklärte, hat der Burschenverein viele neue Mitglieder, vor allem Mädels. Um auch künftig beim Ausrücken ein schönes Bild abzugeben, will der Verein zwölf Dirndl anschaffen, eines kostet etwa 200 Euro. Dafür baten die Burschen um einen "kleinen Zuschuss", ähnlich wie ihn der Musikverein erhalten hatte. Zinnecker schlug vor, die 15 Prozent aus der Vereinsförderrichtline heranzuziehen, dann sei man bei 350 Euro. "Der Burschenverein rückt immer aus, die Mitglieder vertreten die Gemeinde, das ist einfach gut", fand er.
Dem stimmte auch Michael Balleis zu. Allerdings wehrte er sich dagegen, mit dem Zuschuss ein Fass aufzumachen. "Wir haben beim Musikvereinsantrag nicht umsonst lange diskutiert. Das geht mir zu weit", meinte er. Gertrud Hitzler gab zu, dass das eine schwierige Sache sei und schlug vor, sich noch einmal grundsätzlich darüber zu unterhalten, was man fördern möchte. Walter Pasker hingegen wollte nicht ständig an den Richtlinien rütteln: "Wir sollten endlich zum Beschluss stehen", meinte er.
Isidor Held plädierte dafür, den Vereinen etwas zurückzugeben. So sah es am Ende auch die Mehrheit. Der Zuschussantrag der Burschen bekam vier Gegenstimmen.

Von Verena Heißerer


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Veröffentlicht am 28.11.2018 23:00 Uhr




 

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