Aindling    

Kindergarten kommt

Aindling - Die Kinderbetreuung in Aindling muss dringend ausgebaut werden. Nachdem es bereits jetzt zu Engpässen kommt und drei Kinder für das Jahr 2018/19 eine Absage erhalten haben, beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, den Bau einer neuen Einrichtung in die Wege zu leiten.

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Nachdem das nicht erweiterbare Kinderhaus St. Martin von einem kirchlichen Träger betrieben wird, soll die geplante Einrichtung nun möglichst unter freier Trägerschaft entstehen. Die Verwaltung wird sich um entsprechende Angebote bemühen. Bei ersten Ergebnissen, wird das Thema wieder im Gemeinderat besprochen. Parallel soll mit den anderen Mitgliedern der Verwaltungsgemeinschaft, Petersdorf und Todtenweis, über deren Situation und eine eventuell in Frage kommende Schaffung einer gemeinsamen Einrichtung gesprochen werden.
Nachdem der Markt die Trägerschaft selbst definitiv nicht übernehmen will und wird, sondern nur ein Grundstück stellt, wird Aindling laut Bürgermeister Tomas Zinnecker "relativ wenig zu tun haben". Bis spätestens 2020/21 sollte der Neubau fertig sein.
Andreas Grägel, Kämmerer und Zuständiger für die Bedarfsabfrage, die Aindling im vergangenen Jahr durchgeführt hat, präsentierte die Ergebnisse der schriftlichen Befragung. Diese Fragebögen sollen die Planung erleichtern und bei der Abschätzung helfen, wie viele Krippen- und Kindergartenplätze in etwa benötigt werden. Grägel war vom Rücklauf der 465 verschickten Briefe enttäuscht. Knapp die Hälfte der Eltern (233) hatte die Fragen beantwortet. "Wir hatten uns mehr erhofft", sagte Grägel, wobei Gemeinderätin Gertrud Hitzler meinte, ein derartiger Rücklauf sei für jeden Soziologen "eine Traum". Zusammen mit den Zahlen des Einwohnermeldeamtes aber sei klar geworden, dass es spätestens ab dem Kindergartenjahr 2020/21 ohne weitere Betreuungsplätze "sehr eng" werden wird, erklärte Grägel dem Gremium. Bürgermeister Tomas Zinnecker fasste zusammen: "Wir brauchen uns nicht mehr darüber unterhalten ob, sondern wie und wann wir loslegen."
Über die Notwendigkeit einer neuen Einrichtung herrschte unter den Gemeinderatsmitgliedern absolut Einigkeit, was sich auch im einstimmigen Abstimmungsergebnis (17:0) zeigte.
Nicht ganz einer Meinung waren die Kommunalpolitiker über einen möglichen Standort. So schlug Josef Settele (Parteilose) vor, den Kindergarten in Stotzard oder Gaulzhofen zu bauen. "Dann schreit der Pichler, wieso nicht bei uns", sagte Zinnecker.
Von Tanja Marsal Lesen Sie den ganzen Text in der Aichacher Zeitung.


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Veröffentlicht am 06.06.2018 23:00 Uhr




 

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