Aichach    

Klage gegen Windräder

Aichach – Gegen die Windräder im Blumenthaler Forst wird geklagt. Das teilte gestern Bernd Huhnt mit, Sprecher der Interessengemeinschaft „Bürger für Transparenz & Gesundheit Laimering-Rieden-Gallenbach“ (BTG). Die Bürgerinitiative hat das Vorgehen und die Erfolgsaussichten noch einmal mit ihren Anwälten besprochen und will sich jetzt mit allen juristischen Mitteln gegen die Windräder wehren.

Geklagt wird gegen den Bescheid des Landratsamtes. Die Behörde hat den Bau von drei der geplanten sechs Windräder im Bereich der Gemeinden Dasing und Sielenbach bereits genehmigt. Der Bescheid für die anderen drei auf dem Gebiet der Stadt Aichach steht noch aus. Konkret werden zwei Einzelpersonen Klage führen, die die Beeinträchtigung auf ihren Grundstücken vor Gericht anführen wollen. Einer der Kläger wohnt in Rieden, einer in Gallenbach. Die Kosten bestreitet die Bürgerinitiative. Die Bereitschaft dazu sei bei einer weiteren Zusammenkunft von rund 65 Mitgliedern überwältigend gewesen, sagt Huhnt. Das ist auch nötig: Er rechnet mit 10 000 Euro Gerichtskosten pro Kläger, die Kosten für die Anwälte sind darin noch nicht enthalten.

Dem Gericht wollen die Kläger darlegen, dass das Landratsamt die Sachlage nicht korrekt geprüft hat. Dabei geht es Huhnt zufolge vor allem um das Bundesimmissionsschutzgesetz und speziell um das Thema Infraschall. Hier hofft die Bürgerinitiative zudem auf eine Überarbeitung der Verwaltungsvorschrift TA Lärm, an der der Gesetzgeber momentan arbeitet. Der BI-Sprecher rechnet mit einer deutlichen Reduzierung der aktuell geltenden Werte. „Wenn die Aktualisierung kommt, ehe die Anlage in Betrieb geht, können wir mit unseren vorab schon ermittelten Werten das Projekt stoppen“, zeigt er sich überzeugt.

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Veröffentlicht am 16.04.2015 23:00 Uhr




 

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