Aichach    

Landrat Christian Knauer hört auf

Aichach (roe) Landrat Christian Knauer beendet im Frühjahr 2014 seine politische Laufbahn. Wie der 61-Jährige gestern Nachmittag erklärte, werde er nicht mehr kandidieren und sich ins Privatleben zurückziehen. Bei der CSU hat die Suche nach einem Nachfolger begonnen.

<p>Landrat Christian Knauer hört auf </p>

Aichach (roe) Landrat Christian Knauer beendet im Frühjahr 2014 seine politische Laufbahn. Wie der 61-Jährige gestern Nachmittag erklärte, werde er nicht mehr kandidieren und sich ins Privatleben zurückziehen. Bei der CSU hat die Suche nach einem Nachfolger begonnen.

Am Montagabend informierte der Landkreischef die Fraktion und die Ortsvorsitzenden, gestern weihte er die Mitarbeiter des Landratsamtes ein. Das Amt sei ein Stück Zuhause für ihn gewesen, dort habe er sich umsorgt und getragen gefühlt.

„Ich lebe nur einmal“, sagte Knauer zu den Beweggründen und verwies unter anderem auf zwei schwere Erkrankungen innerhalb eines Jahres. Er befürchte, dem Landkreis nicht mehr für weitere sechs Jahre mit voller Kraft zur Verfügung stehen zu können. Sein Vater sei mit 61 Jahren gestorben, er selbst wolle nun endlich mehr Zeit für seine Familie und Hobbys haben.

Allen Gerüchten zum Trotz, wonach die Partei von der Entscheidung Knauers völlig überrascht worden sei, zeigte sich CSU-Kreisvorsitzender Peter Tomaschko gelassen. Er habe großen Respekt vor der Entscheidung des Landrats und sei überaus zuversichtlich, schon bald einen Nachfolgekandidaten präsentieren zu können. Dem schloss sich Christian Knauer an. Schon im November könne es eine Überraschung geben, „die positiv gesehen werden kann“, gab sich der Landrat vielsagend. Offenbar gibt es bereits ein Konzept der Kreisführung, das man nun näher ausloten wird. Tomaschko sieht die CSU aber als „Mitmachpartei“ und rief alle Mitglieder auf, Vorschläge zu unterbreiten. Die werden dann in einem neunköpfigen Gremium gebündelt, dem die Kreisvorstandschaft und die Spitze der Kreistagsfraktion angehören. Erstaunt reagierte die politische Konkurrenz. Allesamt hatten fest mit einer weiteren Kandidatur von Christian Knauer gerechnet, der mit dem Neubau des dritten Gymnasiums in Mering und dem Neubau des Aichacher Krankenhauses zwei ersehnte Großprojekte angeschoben hat, deren Vollendung er nun nicht mehr als aktiver Politiker begleiten wird. „Macht nichts“, erklärte der Landrat geradezu befreit.

Derweil haben die Spekulationen um die Nachfolge begonnen. Auf den ersten Blick schaut es bei der CSU düster aus. Tomaschko ist im Landtag angekommen, der lange als potenzieller Kandidat gehandelte Rudi Fuchs will Bürgermeister in Affing bleiben.?

Hintergründe und Kommentar am Sienstag in der AZ


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Veröffentlicht am 15.10.2013 17:47 Uhr




 

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