Aichach    

Rudolf Eitelhuber auf freiem Fuß

Pöttmes/Augsburg (pat) Rudolf „Rudi“ Eitelhuber (69) ist wieder auf freiem Fuß. Der Pöttmeser Geschäftsmann, der nach einer Razzia an insgesamt 36 Orten im gesamten Bundesgebiet am 17. Juli festgenommen worden war, wurde am Freitag gegen Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen.

Mitte Juli waren Eitelhuber sowie Franz-Josef Weigl (55), dessen ehemalige Ehefrau Rita Weigl (50) sowie der gemeinsame Sohn Dominik (27) festgenommen worden. Alle vier standen und stehen im Verdacht, an Wirtschaftsdelikten wie betrügerischem Bankrott, Steuerhinterziehung und Subventionsbetrug beteiligt gewesen zu sein.

Wie die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage bestätigte, sei außer Eitelhuber auch Rita Weigl „schon seit längerem“ auf freiem Fuß. Pressesprecher Matthias Nickolai deutete in diesem Zusammenhang an, die Ermittlungen hätten im Falle der Exfrau von Franz-Josef Weigl „eine eher untergeordnete Tatbeteiligung“ ergeben. Befragt nach den Gründen für die Haftentlassung Eitelhubers erklärte Nickolai: „Sie können davon ausgehen, dass der Beschuldigte umfangreiche Angaben gemacht hat.“ Zudem habe Eitelhuber eine „Sicherheitsleistung, zu deren Höhe ich mich nicht äußern werde“, hinterlegt, und müsse bestimmte Auflagen erfüllen.

Eitelhuber selbst bestätigte gegenüber unserer Zeitung telefonisch, „auf Antrag der Staatsanwaltschaft“ aus der Haft entlassen worden zu sein. Im Übrigen erklärte er, die Behörde habe ihm „dringend empfohlen, nicht mit Pressevertretern zu sprechen und daran wolle er sich halten“.

Nach Informationen, der AICHACHER ZEITUNG wollten die Ermittler von Eitelhuber vor allem Auskunft über Franz-Josef Weigls früheres Firmenimperium – die Weigl-Group.

Anhand der Andeutungen der Anklagebehörde darf spekuliert werden, dass Eitelhuber, der sich schon vor seiner Festnahme mehrfach von seinem ehemaligen Freund und Geschäftspartner Franz-Josef Weigl distanziert hatte, im Prozess als ein Kronzeuge der Anklage fungieren wird.



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Veröffentlicht am 23.09.2013 15:56 Uhr




 

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