Aichach    

Geburtshilfe macht Fortschritte

Aichach (AZ) Vertreter der Kliniken an der Paar und des Landkreises Aichach-Friedberg haben sich mit Hebammen und Gynäkologen getroffen. Vorgestellt wurde das vom Landkreis beschlossene Paket an Zusatzleistungen. Demnach können sich die freiberuflichen Hebammen in Teilzeit von den Kliniken an der Paar anstellen lassen. Von "lukrativen finanziellen Bedingungen" sprach Landrat Klaus Metzger gegenüber unserer Zeitung. Damit könnten die Hebammen weiter ihrer Arbeit in der Vor- und Nachsorge nachgehen. Durch das Anstellungsverhältnis sei zudem gewährleistet, dass sie für ihre Dienstzeiten im Krankenhaus auch Geld bekommen, wenn es keine Geburt gibt - einer der Schwachpunkte der bisherigen Situation. Die Hebammen können sich nun überlegen, ob sie das Angebot annehmen wollen. Der Landkreis hat zudem flankierende Angebote gemacht, etwa die Möglichkeit übergangsweise im Wohnheim des Krankenhauses unterzukommen. Aus monetärer Sicht könne es jetzt keine Hindernisse mehr geben, sagte Landrat Metzger.


Positive Signale
Er hatte auch gute Nachrichten hinsichtlich der Gynäkologen - aus seiner Sicht ein noch gravierenderes Problem als das der Hebammen. Bekanntlich gibt es rechtliche Bedenken dagegen, Belegärzten finanziell entgegenzukommen oder Zuschüsse zu ihren hohen Versicherungsprämien zu zahlen. Das könnte als Verstoß gegen das Antikorruptionsgesetz gewertet werden. Nach einem gestern geführten Gespräch mit dem bayerischen Justizministerium, gebe es aber "sehr positive Signale". Landrat Klaus Metzger ist zuversichtlich, dass dieses Hindernis endgültig aus dem Weg geräumt sein könnte. Freilich muss die Zusage erst schriftlich vorliegen.


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Veröffentlicht am 08.02.2019 08:20 Uhr




 

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