Aichach    

Krankenhaus ist Opfer der Politik und einer Intrige

Aichach - Die Gesundheitspolitik war das dominierende Thema beim Pressegespräch der Unabhängigen am Donnerstag. Die Vorgaben des Bundes sorgen aus Sicht der Gruppierung dafür, dass die Kliniken an der Paar aus dem Defizit nicht herauskommen. Das Problem gehe weit über das Thema Geburtshilfe hinaus.


"Das Ziel, mit dem Neubau in Aichach halbwegs die schwarze Null zu erzielen lässt sich nicht erreichen", sagt Sepp Bichler. Trotz aller Bekenntnisse zur Dezentralisierung seien die Weichenstellungen so, dass sie kleine Häuser auf dem Land benachteiligen. Ein Beispiel seien die Mindestmengen: Wird eine bestimmte Operation pro Jahr nicht häufig genug durchgeführt, darf sie nicht mehr angeboten werden. Nach den Erfahrungen in Pöttmes ist auch Bürgermeister Franz Schindele frustriert, dem man wiederholt versichert hat, seine Gemeinde gelte selbst ohne einen einzigen Arzt noch als überversorgt. "Dann muss man eben Tacheles reden und sagen: Es gibt eben doch keine gleichwertigen Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land."
In der Frage der Geburtshilfe liegt Bichler ganz auf Wellenlänge von Landrat Klaus Metzger: Es könne nur über eine Stabilisierung des Standorts Friedberg auch eine Zukunft für Aichach geben. "Den Menschen Hoffnung auf eine schnelle Wiedereröffnung der Geburtsstation zu machen, ist Augenwischerei."

Von Carina Lautenbacher


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Veröffentlicht am 07.02.2019 23:00 Uhr




 

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