Aichach    

Heimneubau am alten Standort

Aichach - Die Pläne des Bezirksverbandes der Arbeiterwohlfahrt (Awo), auf dem Neusa-Gelände in Aichach ein neues Seniorenheim zu bauen und es schwabenweit erstmals mit Betreutem Wohnen und einem Haus des Kindes zu kombinieren, sind gestorben. Stadtrat und Awo konnten sich nicht auf den Umgriff einigen. Dazu kamen offensichtlich unüberwindbare haushaltsrechtliche Hürden. Einen Ersatz für das in die Jahre gekommene Maria-Simon-Seniorenheim wird es dennoch geben. Die Stadt hat derweil vor, selbst Kinderbetreuung am Neusa-Gelände anzusiedeln.

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Jetzt will die Awo also am bisherigen Standort an der Oskar-von-Miller-Straße in die Hände spucken. Zwar ohne Kindergarten, aber sehr wohl mit Betreutem Wohnen. Auch "Plan B" werde dafür sorgen, dass Aichach ein "schönes, modernes Altenheim" bekommt, wie Dr. Heinz Münzenrieder, Vorsitzender des Präsidiums und des Verwaltungsrats des Awo-Bezirksverbandes, im Gespräch mit unserer Zeitung betonte. Dass dies freilich eine besondere logistische Herausforderung darstellen wird, steht für Münzenrieder außer Frage. Ein Neubau an anderer Stelle hätte den Charme gehabt, schlicht nach Fertigstellung mit den Bewohnern umzuziehen. Nun muss bei laufendem Betrieb gebaut werden. "Das ist aufwendig und teurer", so Münzenrieder mit Blick auf die notwendige Logistik.
Man werde zunächst eine Hälfte des bestehenden Heimes abreißen, um dann dort den ersten Abschnitt des Neubaus realisieren zu können. Im Anschluss kommt die zweite Hälfte an die Reihe. Neue Bewohner können in der Zeit nicht aufgenommen werden, der jeweils betroffene Teil der Senioren muss für die Bauphase in andere Heime ausgelagert werden. Dies alles sei sicher nicht ideal und eine Belastung für Bewohner und Personal, "aber wir kriegen das hin", zeigte sich Münzenrieder optimistisch. Zeit, seinem Traum vom neuen Wohnkonzept nachzutrauern, hat er ohnehin nicht. Die Heimaufsicht sitzt der Arbeiterwohlfahrt im Nacken, nachdem Investitionen in den Altbau nicht mehr in Frage kommen, muss der Neubau bis 2021 stehen. "Wir haben den Hebel umgelegt, jetzt sind die Architekten am Zug", kündigte Heinz Münzenrieder schnelles Handeln an.

Von Robert Edler Lesen Sie den ganzen Artikel in unserer Mittwochsausgabe.


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Veröffentlicht am 29.01.2019 23:00 Uhr




 

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