Aichach    

Supersommer schadet Christbäumen

Aichach/Hebertshausen - Der Sommer 2018 war der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881, nur 2003 war es noch heißer. Geschadet hat das unter anderem dem Anbau von Weihnachtsbäumen. Rund 2000 im Frühjahr neu gepflanzte Christbäume sind aufgrund der Hitze und Trockenheit in Blumenthal eingegangen, erklärt Förster Manfred Andraschko. Im Gegensatz dazu hatte man auf dem Tannenhof Oberweilbach keine großen Schäden zu verzeichnen. Denn die Hebertshausener haben vorgesorgt - und zwar reichlich.

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Dürre trifft vor allem Jungpflanzen hart. "Bäume, die bereits seit einigen Jahren in den Kulturen wachsen, verkraften die Hitze. Für Jungpflanzen aber sind das erschwerte Anwachsen und das verzögerte Wachstum unter diesen Bedingungen kaum aufzuholen", erklärt Stefan Spennesberger vom Tannenhof Oberweilbach.
Sein Dachauer Familienunternehmen, das sich in zweiter Generation dem Anbau von Nordmanntannen widmet, betreibt drei Standorte nördlich von München (Hebertshausen, Hörgenbach bei Markt Indersdorf und Petershausen) mit insgesamt rund 45 Hektar Anbaufläche, auf denen rund 300 000 Bäume wachsen. Seit 2015 ist der Tannenhof zertifiziert mit dem GLOBALG.A.P.-Zertifikat (Global Good Agricultural Practice) für umweltbewussten Anbau, kontrollierte Landwirtschaft und nachhaltiges Ressourcenmanagement.
Das Unternehmen hat sich angesichts der Wetterkapriolen zukunftsweisend aufgestellt. "Um unsere Ansprüche an Optik und Qualität auch in den kommenden Jahrzehnten erfüllen zu können, investierten wir in professionelle Technik", berichtet Spennesberger. Tatsächlich sei der Spätfrost im vergangenen Frühjahr ausschlaggebend gewesen für seine Entscheidung, eine Frostschutzberegnungsanlage einzurichten, die nach einer Bauzeit von 21 Monaten zum ersten Mal im April 2017 zum Einsatz kam.

Von Nayra Weber


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Veröffentlicht am 06.12.2018 23:00 Uhr




 

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