Aichach    

Es ist vollbracht: Dauerthema Flutgraben Griesbeckerzell nimmt große Hürde

Aichach - Es ist vollbracht: Wie das Landratsamt Aichach-Friedberg gestern mitteilte, wurde die Planfeststellung für den Ausbau des Kulturgrabens in Griesbeckerzell abgeschlossen. Damit kann die Stadt Aichach endlich mit dem Millionenprojekt beginnen.


"Das freut uns ungemein", erklärte Bürgermeister Klaus Habermann in einer ersten Reaktion. Seit Jahren wurde er gescholten, dass nichts vorangehe, während er selbst gebetsmühlenartig auf das Landratsamt verwies. Bereits im Mai 2016 fand dort der Erörterungstermin der Pläne statt, bis jetzt wurden die Einwände betroffener Bürger und Gutachten der Fachbehörden abgewogen. Möglichst schnell möchte Habermann nun in die Detailplanung einsteigen und das Projekt in "praktikablen Bauabschnitten" umsetzen. Dabei hoffe er jetzt natürlich auf Unterstützung aus Griesbeckerzell, so der Bürgermeister insbesondere mit Blick auf den notwendigen Grunderwerb. Die Umsetzung wird Jahre dauern. Unabhängig von der Komplexität der Maßnahme geht es auch um viel Geld. Die Kosten wurden einst - ohne Grunderwerb - auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt. Das war wohlgemerkt im Jahre 2009.
Das Projekt "Kulturgraben Griesbeckerzell" ist das, was man einen kommunalpolitischen Dauerbrenner nennt. Eine unendliche Geschichte, die bereits Generationen von Stadträten und drei Bürgermeister beschäftigt hat und stark emotional behaftet ist. Das Ziel war dabei nie umstritten: Es geht um die Hochwassersicherheit von Griesbeckerzell.
Von Robert Edler


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Veröffentlicht am 24.08.2018 23:00 Uhr




 

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