Aichach    

Nach Zugunglück: Fahrdienstleiter festgenommen, Passagiere werden gesucht

Nach bisherigen Erkenntnissen wird davon ausgegangen, dass das Zugunglück gestern Abend in Aichach auf menschliches Versagen zurückzuführen ist. Der 24-jährige Fahrdienstleiter wurde wegen des dringenden Verdachts der fahrlässigen Tötung vorläufig festgenommen. Die Kripo ermittelt wegen des Todes des 37-jährigen Lokführers sowie der 73-jährigen Passagierin. Die Staatsanwaltschaft prüft momentan, ob ein Haftbefehl beantragt werden soll. Nach derzeitigem Stand wurden eine Person schwer, zwei Personen mittelschwer, sowie elf Personen leicht verletzt. Unmittelbar nach dem Zusammenstoß der beiden Züge entfernten sich etwa 15 Passagiere der Regiobahn, noch bevor Einsatzkräfte deren Personalien aufnehmen konnten. Die Kriminalpolizei bittet diese Fahrgäste nun dringend darum, sich unter der Nummer 0821/323-3810 (24 Stunden erreichbar) zu melden.

Nach bisherigen Erkenntnissen wird davon ausgegangen, dass das Zugunglück gestern Abend in Aichach auf menschliches Versagen zurückzuführen ist. Der 24-jährige Fahrdienstleiter wurde wegen des dringenden Verdachts der fahrlässigen Tötung vorläufig festgenommen. Die Kripo ermittelt wegen des Todes des 37-jährigen Lokführers sowie der 73-jährigen Passagierin. Die Staatsanwaltschaft prüft momentan, ob ein Haftbefehl beantragt werden soll. Nach derzeitigem Stand wurden eine Person schwer, zwei Personen mittelschwer, sowie elf Personen leicht verletzt. Unmittelbar nach dem Zusammenstoß der beiden Züge entfernten sich etwa 15 Passagiere der Regiobahn, noch bevor Einsatzkräfte deren Personalien aufnehmen konnten. Die Kriminalpolizei bittet diese Fahrgäste nun dringend darum, sich unter der Nummer 0821/323-3810 (24 Stunden erreichbar) zu melden. Im Aichacher Bahnhof ereignete sich am Montagabend ein schweres Zugunglück. Ein Personenzug stieß um 21.15 Uhr im Bahnhofsbereich mit einem Güterzug zusammen. Zwei Menschen kamen ums Leben, es gab elf Verletzte.

Soeben informierten Polizei und Rettungskräfte auf einer Pressekonferenz zum Aichacher Zugunglück. Demnach fuhr der Personenzug der Regiobahn um 21.15 Uhr frontal auf den an der Signalanlage stehenden Güterzug auf. Warum beide Züge auf dem selben Gleis (Gleis 2) verkehrten sei derzeit nicht geklärt, sagte Michael Jakob, Sprecher des Polizeipräsidiums Nordschwaben.

Bei dem Unglück kam der Lokführer des Regionalzuges ums Leben und eine Passagierin, die sich zum Aussteigen in Aichach bereitgemacht hatte und im Gang stand. Elf weitere Personen wurden verletzt, eine davon schwer. Sie wurden per Rettungswagen und Hubschrauber in die Krankenhäuser von Aichach und Friedberg gebracht.

Neun weitere Personen, die unter Schock standen, erhalten psychologische Betreuung. Im Landratsamt ist eine entsprechende Stelle eingerichtet worden. Wie viele Personen sich im Zug befanden, konnte nicht festgestellt werden. Einige Passagiere hätten sich nach dem Unglück von der Unfallstelle entfernt, erklärte der Polizeisprecher, sie waren unverletzt.

Am Unfallort waren nach Angaben von Kreisbrandmeister Christian Happacher rund 150 Rettungskräfte, darunter die Feuerwehren aus Aichach, Friedberg, Hollenbach und die Berufsfeuerwehr Augsburg sowie ein großes Aufgebot an Sanitätskräften des Roten Kreuzes.

Die Bergungsarbeiten dauern vermutlich bis in die Morgenstunden. Der Zugverkehr im Raum Aichach ist ausgesetzt.



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Veröffentlicht am 18.07.2018 03:33 Uhr




 

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