Aichach    

Kaminkehrer und Gerichte - "alles Betrüger"

Aichach - Haben Richter für Kaminkehrer das Recht gebeugt? Arbeiten Behörden, Gerichte und Kaminkehrer als Bande zusammen? Beleidigt und verleumdet der Staat Grundstückseigentümer? Und begehen Schöffen am Verwaltungsgericht Hausfriedensbruch? Das behauptet zumindest eine 55-jährige Frau in einer Anzeige. Dafür wurde sie nun von Amtsrichter Walter Hell zu einer Geldstrafe verurteilt.


Aber um was geht es überhaupt? Es geht um die "Feuerstättenschau" durch den Bezirkskaminkehrermeister. Die ist im Zeitraum von sieben Jahren zweimal fällig. Gegen das, was für jeden Hausbesitzer normal ist, kämpft die Frau seit 2012. Sie will den Bezirkskaminkehrermeister nicht in ihr Haus lassen und beruft sich darauf, dass die notwendigen Arbeiten durch einen von ihr beauftragten Kaminkehrer durchgeführt worden seien. Seit Jahren führt sie einen Kampf gegen Bescheide und Vorschriften und sieht in dem Besuch des Kaminkehrers eine Eingriff in die Privatsphäre und Hausfriedensbruch.
Im November wies das Bayerisches Verwaltungsgericht in Augsburg eine von ihr eingereichte Klage gegen die Feuerstättenschau ab. Im Zuge dieses Verfahrens stellte die Frau, die auch vor dem Aichacher Amtsgericht ihre Empörung kaum unter Kontrolle halten konnte, die Anzeige, bei der dsie offenbar jedes Maß und Ziel verloren hatte.
Sie zeigte Mitarbeiter des Landratsamts, den Bezirkskaminkehrermeister, mehrere Richter am Verwaltungsgericht und sogar die an der Verhandlung beteiligten Schöffen an.

Von Dr. Berndt Herrmann

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Veröffentlicht am 11.01.2018 23:00 Uhr




 

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