Aichach    

Hotel und 128 Wohnungen

Aichach - Das Grobkonzept für den "Wohnpark an der Sudetenstraße" in Aichach steht schon länger. Am Dienstagabend wurden nun im Bauausschuss Details bekannt. Und die machen die Dimension eines Projektes deutlich, das zweifellos das Gesicht der Stadt verändern wird. Es geht um mehrere Ladeneinheiten, ein Bistro, ein Hotel und 128 Wohnungen. Umgesetzt werden soll das Paket in mehreren Bauabschnitten. Der Startschuss könnte nächstes Jahr fallen.


Der Bebauungsplan wurde nach mehreren Gesprächsrunden mit der Aktoris GmbH, Antragsteller und Immobiliengesellschaft der MEA AG, leicht angepasst und soll jetzt im beschleunigten Verfahren vorangetrieben werden. Im Januar soll der notwendige städtebauliche Vertrag unter Dach und Fach gebracht werden.
Parallel zum Wohnpark sollen wichtige Stadtentwicklungsziele umgesetzt werden. Neben der Öffnung des Griesbacherls in diesem Bereich geht es insbesondere um den Durchstich von der Sudetenstraße zur Franz-Beck-Straße. Die künftige Verbindungsstraße will man mit dem ersten Bauabschnitt abwickeln.
Der Wohnpark besteht aus vier großen Baufeldern, die mit jeweils viergeschossigen Gebäudeblöcken bestückt werden. Im nördlichsten sind neben 16 Wohnungen drei Ladeneinheiten mit bis zu 170 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie ein 145 Quadratmeter großes Bistro und ein Hotel vorgesehen. Die Hotel-Nutzfläche: 1100 Quadratmeter. Auch auf dem Milchwerk-Areal war ein Hotel geplant, für das sich allerdings bisher kein Betreiber finden ließ.
In den anderen drei Blöcken sind zwei Mal 38 Wohneinheiten sowie einmal 36 Wohnungen angepeilt. Insgesamt wird der "Wohnpark an der Sudetenstraße" 128 neue Wohnungen umfassen. Geparkt wird in Tiefgaragen beziehungsweise auf Parkplätzen, die an der östlichen Erschließungsstraße entstehen werden. Ganz im Norden des Areals, direkt an der Sudetenstraße, werden 71 Stellplätze angelegt, die auch dem benachbarten Ärztehaus zur Verfügung stehen.
Im Bauausschuss wurde die Planung ohne große Diskussion zur Kenntnis genommen. Lediglich Erol Duman (BZA) fürchtete angesichts der Dimension ein Ghetto. Als städtebaulich vertretbar und sinnvoll stufte der kommissarische Bauamtsleiter Helmut Baumann das Konzept ein.
Von Robert Edler
mea-hallen


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Veröffentlicht am 07.12.2017 16:28 Uhr




 

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