Affing    

Gelebtes Miteinander: Asylkreis Affing erhält Integrationspreis

Affing/Augsburg - "Passt scho", sagt einer der Männer, die einen Asylantrag gestellt haben und in Anwalting leben, wenn man ihn fragt, wie es so geht. "Kriestie" nickt freundlich ein anderer, und gemeint ist "Griaß di". Ein bisserl Bayerisch lernen, auch das gehört zur Integration. Für seine hervorragenden Leistungen wurde der Asylkreis Affing-Anwalting jetzt mit dem schwäbischen Integrationspreis ausgezeichnet.

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In der Bevölkerung gab es viele Ressentiments, als es im Herbst 2013 hieß, in Anwalting würden Asylbewerber Unterkunft finden. Wie kann man gegen Vorurteile angehen? Indem man sich gegenseitig kennenlernt. Schließlich ist es auch für einen Asylbewerber ein Kulturschock, wenn er im katholischen Bayern landet.
Nach einem Aufruf von Pfarrer Max Bauer trafen sich Ende September 2013 das erste Mal Bürger aus der Großgemeinde Affing, um einen Unterstützerkreis zu bilden. Am 16. Oktober kamen die ersten Asylbewerber in Anwalting an, und man war vorbereitet. Zur Begrüßung kamen auch der Geistliche und Bürgermeister Rudi Fuchs, serviert wurde vegetarische Pizza.
18 Plätze für Asylbewerber gibt es an der Schmiedgasse in Anwalting, 16 davon sind derzeit besetzt. Die Männer stammen aus vielen verschiedenen Ländern: Nigeria, Mali, Pakistan und Syrien. Weitere vier Wohnmöglichkeiten bestehen in Affing am Forstweg, dort leben derzeit vier Nigerianer.


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Veröffentlicht am 11.11.2014 23:04 Uhr




 

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