Affing    

Schmerzhafter Haushalt in Affing

Affing - Affing muss sparen. Aber wo? Das war die Frage, die am Donnerstag in einer "Arbeitssitzung des Gemeinderats", wie sie Bürgermeister Markus Winklhofer nannte, hätte geklärt werden sollen. Am Ende gab es zwar Hinweise an die Verwaltung, wo der Rotstift angesetzt werden soll, doch der Unmut im Gremium über die präsentierten Zahlen und das Vorgehen überwog.


Kämmerin Brigitte Sturm präsentierte den vorläufigen Verwaltungshaushalt. Der weist Einnahmen von knapp 13,6 Millionen Euro aus, aber Ausgaben von 14,7 Millionen, macht eine Deckungslücke von 1,1 Millionen. Weil es sich dabei um den laufenden Betrieb und nicht um Investitionen handelt, ist ein Ausgleich über Kredite hier eigentlich nicht möglich. Affing muss also an anderen Stellschrauben drehen. Weil die Steuern aber erst im vergangenen Jahr erhöht wurden, lässt sich bei den Einnahmen kurzfristig nichts machen. Es gilt also, die Ausgaben zu reduzieren.
Winklhofer sprach von "schmerzhaften Einschnitten", um die man aber nicht herumkomme. Er verstand den vorgelegten Haushalt als Arbeitsgrundlage, um der Verwaltung eine Richtung vorzugeben, wo man sparen sollte.
Doch das sahen die meisten Gemeinderäte anders: Sie waren der Ansicht, die Verwaltung müsste Vorschläge präsentieren, die der Gemeinderat dann abarbeiten könne. Die möglichen Sparmaßnahmen, die die Kämmerin aufgezeigt hatte - etwa Kürzungen bei Gemeindepartnerschaften, beim Unterhalt von Gebäuden oder Anlagen, bei der Ausrüstung der Feuerwehren oder bei Vereinszuschüssen -, bezeichnete Gerhard Faltermeier als "Alibi-Veranstaltung".
Von Verena Heißerer


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Veröffentlicht am 25.01.2019 23:00 Uhr




 

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