Affing    

Wassergebühren steigen auf 87 Cent

Affing - Seit 1996 wurde in Affing keine Kalkulation für die Gebühren von Wasser erstellt, 2008 zuletzt fürs Abwasser. Jahr für Jahr hörte sich der Gemeinderat deshalb Rügen der Rechnungsprüfer an - unternommen wurde nichts. Man wollte sich besonders bürgerfreundlich präsentieren und deshalb gab es in Affing das Wasser so günstig wie fast nirgends sonst: 55 Cent zahlt man dort aktuell noch pro Kubikmeter. Damit ist nun Schluss. Der Gemeinderat beschloss die Anhebung auf 87 Cent. Die Gebühren für das Abwasser bleiben bei 2,20 Euro pro Kubikmeter.


Josef Schmid erklärte, dass die Gebühren nie angehoben wurden, sei ein Versäumnis des früheren Bürgermeisters. Allerdings ist die Anhebung oder Nichtanhebung der Gebühren Sache des gesamten Gemeinderats. Insofern dürfen sich alle, die schon länger dem Gremium angehören, die finanziellen Verluste, die die Kommune dadurch erlitten hat, selbst zurechnen. Ohnehin überhörte man die jährlichen Mahnungen der örtlichen Rechnungsprüfer geflissentlich. Inzwischen aber ist Affing so groß geworden, dass der kommunale Prüfungsverband die Gemeindefinanzen kontrolliert. Dieser bestand auf der Neukalkulation der Gebühren.
Deshalb wurde ein kommunales Dienstleistungs- und Beratungsbüro mit der Neukalkulation beauftragt. Ulrike Peter erläuterte das Modell. Vom Gesetz her muss eine Gemeinde in der Wasser- und Abwasserwirtschaft plus minus Null arbeiten. Erfüllt sie das Kostendeckungsprinzip nicht, hat sie nachträglich nur über die vergangenen vier Jahre die Möglichkeit, die in diesem Zeitraum gemachten Investitionen in die Kalkulation einzubringen. Alle Unterdeckung davor bleibt Verlust. Wie hoch dieser in Affing ist, wurde nicht berechnet.
Ulrike Peter kalkulierte die Gebühren, welche die Kommune während der nächsten vier Jahre bis 2019 - rückgerechnet ab Januar 2016 - erheben muss, um dem Gesetz Folge zu leisten. Heraus kam bei der Entwässerung sogar eine Überdeckung von 20 700 Euro. Bei der Entwässerung könnte die Gemeinde also die Gebühren um vier Cent senken auf 2,16 Euro pro Kubikmeter. Die Expertin riet jedoch: "Lassen Sie die Gebühren, wie sie sind." Denn in den kommenden vier Jahren stehen Investitionen an, viele Leitungen sind marode. "Sollte dann noch eine Überdeckung vorhanden sein, können Sie immer noch runter gehen." Bürgermeister Markus Winklhofer stellte fest: "Beim Abwasser ist alles im Reinen."
Anders sieht es beim Wasser aus. Ulrike Peters errechnete eine durchschnittliche Unterdeckung von 157 000 Euro jährlich für die vergangenen vier Jahre, die nachträglich ausgeglichen werden darf. Sie empfahl, den Wasserpreis von 55 auf 87 Cent pro Kubikmeter anzuheben. Gerald Eberl meinte, man könne doch gleich 90 Cent verlangen, um Geld in die Kasse zu spülen, zumal die alten Leitungen gewisse Risiken bärgen. Ulrike Peter warnte vor einer Überdeckung, aber Josef Engelschalk meinte: "Bei unseren kaputten Netzen können wir schon dafür sorgen, dass da nichts übrig bleibt." Josef Schmid erklärte, man solle glücklich sein über die "moderate Erhöhung" und nicht über noch mehr diskutieren. Man dürfe die Bürger 2016 nicht für eine "politische Entscheidung des alten Bürgermeisters büßen lassen", der "nicht an die Kalkulation hin wollte". Josef Tränkl setzte sich mit seiner Forderung durch, per Abstimmung festzulegen, in vier Jahren erneut eine Kalkulation in Auftrag zu geben. Insgesamt waren alle Gemeinderäte froh, dass die befürchtete enorme Gebührenanhebung aus blieb: "Das kann jeder zahlen", meine Carlos Waldmann zufrieden, in anderen Kommunen sei es wesentlich teurer. Die aktuellsten Zahlen vom bayerischen Landesamt für Statistik beziehen sich auf das Jahr 2013. Durchschnittlich lagen demnach die Kubikmeterpreise in Bayern bei 1,45 Euro für Trinkwasser und 1,89 Euro für Abwasser. Die Wasser- und Abwasserentgelte in Bayern werden vom Landesamt alle drei Jahre zum Stichtag 1. Januar für das Berichtsjahr und die zwei vorangegangenen Kalenderjahre erhoben. Neuere Zahlen werden im Herbst vorgelegt.
Der Affinger Gemeinderat votierte einstimmig für die Belassung der Abwassergebühren und gegen Xaver Lindermeir für die Anhebung der Wassersätze. Christine Schmid-Mägele, Georg Engelhard und Hubert Higl fehlten bei der Sitzung am Dienstagabend, Hubert Brucklachner kam später und stimmte deshalb bei diesem Punkt nicht mit ab. n Abwasser: Die Gebühren bleiben die kommenden vier Jahre bei 2,20 Euro pro Kubikmeter. Wer Niederschlagswasser versickert, zahlt weiterhin 1,90 Euro. n Abwasser: Die Gebühren bleiben die kommenden vier Jahre bei 2,20 Euro pro Kubikmeter. Wer Niederschlagswasser versickert, zahlt weiterhin 1,90 Euro. n Abwasser: Die Gebühren bleiben die kommenden vier Jahre bei 2,20 Euro pro Kubikmeter. Wer Niederschlagswasser versickert, zahlt weiterhin 1,90 Euro. n Abwasser: Die Gebühren bleiben die kommenden vier Jahre bei 2,20 Euro pro Kubikmeter. Wer Niederschlagswasser versickert, zahlt weiterhin 1,90 Euro. n Abwasser: Die Gebühren bleiben die kommenden vier Jahre bei 2,20 Euro pro Kubikmeter. Wer Niederschlagswasser versickert, zahlt weiterhin 1,90 Euro. n Abwasser: Die Gebühren bleiben die kommenden vier Jahre bei 2,20 Euro pro Kubikmeter. Wer Niederschlagswasser versickert, zahlt weiterhin 1,90 Euro. n Abwasser: Die Gebühren bleiben die kommenden vier Jahre bei 2,20 Euro pro Kubikmeter. Wer Niederschlagswasser versickert, zahlt weiterhin 1,90 Euro.

Von Monika Grunert Glas


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Veröffentlicht am 14.07.2016 23:00 Uhr




 

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