Lockkühe für die Lucy-Hatz
Adelzhausen (hok) Die Stadtforstverwaltung Augsburg beobachtet die Situation um das schottische Hochlandrind Lucy mit Sorge. „Im Grunde werden damit die Befürchtungen bestätigt, die wir vorneherein gegenüber dem Einsatz von Rindern hatten“, ...
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Adelzhausen (hok) Die Stadtforstverwaltung Augsburg beobachtet die Situation um das schottische Hochlandrind Lucy mit Sorge. „Im Grunde werden damit die Befürchtungen bestätigt, die wir vorneherein gegenüber dem Einsatz von Rindern hatten“, äußerte sich Theodor Wittmann, der zuständige Revierleiter, gegenüber unserer Zeitung. Seine Behörde hätte eine Beweidung der Autobahnränder durch Schafe bevorzugt. „Unseres Erachtens ist das Risiko durch die Hochlandrinder zu groß“, so Wittmann. „Man stelle sich vor, eines der 400 Kilogramm schweren Tiere gerät in Panik und durchbricht die viel zu leichte Bezaunung zur Autobahn hin“, entwirft der Forstexperte ein Gefährdungsszenario: „Die Folgen wären unabsehbar.“
Vom Abschuss des entsprungenen Rindviehs ist man inzwischen abgekommen, berichtet Wittmann und verweist auf die Pro-Lucy-Plakate im Adelzhauser Forst. Er verfolgt daher mit großem Interesse die Bemühungen des Rinder-Besitzers Josef Engelhardt, wieder seines Tieres habhaft zu werden.
Seit wenigen Tagen setzt der niederbayerische Landwirt „Lockkühe“ ein. Vier Ex-Gefährtinnen Lucys weiden nun auf einer Wiese bei Hadersried, die von der abenteuerlustigen Kuh zu Anfang des Jahres regelmäßig aufgesucht wurde. Offensichtlich sollen sie Lucy motivieren, sich freiwillig zu stellen. Unter Einsamkeit scheint das Tier allerdings nicht zu leiden, ansonsten würde sie sich nicht mit solch großem Erfolg den Nachstellungen ihres Besitzers entziehen.
Veröffentlicht am 22.01.2012 17:37 Uhr
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